Spengler: Einer jener Politiker, die sich heute über die Reform beugen werden ist nun bei uns am Telefon. Es ist Professor Jan-Hendrik Olbertz. Er ist parteiloser Kultusminister in Sachsen-Anhalt. Guten Morgen, Herr Professor Olbertz!

Olbertz: Guten Morgen, Herr Spengler!

Spengler: Herr Olbertz, stimmen Sie heute für die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung?

Olbertz: Ja, ich werde denen meine Stimme geben, weil ich denke, dass damit der gordische Knoten durchschlagen und vielleicht auch das Elend beendet ist.

Spengler: Ja, ich wollte sie gerade fragen: Weil Sie das überzeugt, was der Rat da vorschlägt? Oder weil damit das leidige Thema Rechtschreibreform vom Tisch kommt?

Olbertz: Gilt für mich beides. Mich überzeugen die Vorschläge, die der Rat gemacht haben in der Tat. Zumal er eine ganze Menge Unsinn zurückgenommen hat, der vorher dort irgendwie reingeraten ist. Aber ich begrüße es auch, weil wir vielleicht jetzt die Lehre ziehen können, aus der Politik heraus eine solche Geschichte nicht noch mal zu machen.

Spengler: Was überzeugt Sie an den Korrekturvorschlägen besonders?