Müller: Sie ist hausgemacht, diese Krise, damit selbst verschuldet, selbst eingeleitet. Ganz viele in der Parteiführung haben offenbar ganz viele Fehler dabei gemacht. Den größten Fehler hat wohl Edmund Stoiber selbst begangen, eben das alles viel zu spät wahrgenommen, viel zu spät realisiert zu haben. So sucht die CSU-Führung nach einem Ausweg, der ein neuer Weg werden könnte, werden sollte, denn immer mehr Stimmen innerhalb der Partei fordern offenbar diesen neuen Weg, also ohne den angeschlagenen Ministerpräsidenten und Parteichef. Heute könnte der Tag der Entscheidung sein. Am Telefon sind wir nun verbunden mit dem bayerischen Innenminister Günther Beckstein (CSU). Guten Morgen!

Beckstein: Einen schönen guten Morgen!

Müller: Herr Beckstein, hat Edmund Stoiber dieses Theater verdient?

Stoiber: Nein! Edmund Stoiber hat einzigartige Wahlerfolge für die CSU eingefahren und hat für Bayern viele Leistungen erbracht. Von daher, glaube ich, gibt es fast niemanden, der auch nicht sagt, dass Edmund Stoiber wirklich eine großartige Arbeit gemacht hat.

Müller: Wissen Sie denn, Herr Beckstein, wer für diese Situation verantwortlich ist?

Beckstein: Ich muss Sie bitten, etwas lauter zu sprechen. Ich kann nämlich fast nichts hören.

Müller: Herr Beckstein wissen Sie denn, wer für diese Situation verantwortlich ist?