Das US-Militär scheint nun doch der Versuchung nicht widerstanden zu haben, Bagdad unter Einsatz massivster Waffengewalt und schnell einzunehmen. Damit steigt jedoch unweigerlich die Zahl ziviler Todesopfer dramatisch an. Und in dem Maße, wie immer mehr unschuldige Menschen sterben und leiden müssen, schwindet für die Amerikaner die letzte Hoffnung, am Ende von der Bevölkerung vielleicht doch noch als Befreier angesehen zu werden.Vorläufiger Tiefpunkt dieser Entwicklung ist der Raketentreffer auf das Studio des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira, bei dem ein Kameramann des Senders ums Leben kam. Dieser Treffer hat negativen Symbolwert: ist Al-Dschasira mit seiner unabhängigen Berichterstattung doch der Vorrreiter eines sich entwickelnden demokratischen und zivilgesellschaftlichen Bewusstseins in der arabischen Welt. Noch gestern hatte der wutschnaubende irakische Informationsminister den Sender öffentlich des Verrats und des pro-amerikanischen Lakaientums gebrandmarkt, weil er sich nicht an die Lügenpropaganda des irakischen Regimes gehalten hatte. Dass die US-Luftwaffe nun ausgerechnet dieses Symbol einer demokratischen Emanzipation der arabischen Gesellschaft bombardiert haben, dürfte ihren Anspruch, im arabischen Raum die Demokratie zu befördern, nun endgültig und nachhaltig diskreditieren. Man kann nur noch hoffen, dass es sich wenigsten tatsächlich um einen Fehlschuss gehandelt hat und nicht, wie die Anklage von Al-Dschasira lautet, um einen gezielten Treffer. Das wäre dann nicht bloß ein Kriegsverbrechen, es wäre eine grenzenlose Dummheit.

Das US-Militär scheint nun doch der Versuchung nicht widerstanden zu haben, Bagdad unter Einsatz massivster Waffengewalt und schnell einzunehmen. Damit steigt jedoch unweigerlich die Zahl ziviler Todesopfer dramatisch an. Und in dem Maße, wie immer mehr unschuldige Menschen sterben und leiden müssen, schwindet für die Amerikaner die letzte Hoffnung, am Ende von der Bevölkerung vielleicht doch noch als Befreier angesehen zu werden.Vorläufiger Tiefpunkt dieser Entwicklung ist der Raketentreffer auf das Studio des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira, bei dem ein Kameramann des Senders ums Leben kam. Dieser Treffer hat negativen Symbolwert: ist Al-Dschasira mit seiner unabhängigen Berichterstattung doch der Vorrreiter eines sich entwickelnden demokratischen und zivilgesellschaftlichen Bewusstseins in der arabischen Welt. Noch gestern hatte der wutschnaubende irakische Informationsminister den Sender öffentlich des Verrats und des pro-amerikanischen Lakaientums gebrandmarkt, weil er sich nicht an die Lügenpropaganda des irakischen Regimes gehalten hatte. Dass die US-Luftwaffe nun ausgerechnet dieses Symbol einer demokratischen Emanzipation der arabischen Gesellschaft bombardiert haben, dürfte ihren Anspruch, im arabischen Raum die Demokratie zu befördern, nun endgültig und nachhaltig diskreditieren. Man kann nur noch hoffen, dass es sich wenigsten tatsächlich um einen Fehlschuss gehandelt hat und nicht, wie die Anklage von Al-Dschasira lautet, um einen gezielten Treffer. Das wäre dann nicht bloß ein Kriegsverbrechen, es wäre eine grenzenlose Dummheit.