Zehn Morde, Raub- und Banküberfälle der rechtsextremen Terrorzelle NSU: Vor einem Jahr wurde Beate Zschäpe als Hauptangeklagte vom Oberlandesgericht München wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen. Als Mittäterin von 15 Raubüberfällen sowie als Mittäterin eines Mordanschlages auf zwei Polizeibeamte wurde sie zu lebenslanger Haft verurteilt, die Mitangeklagten erhielten vergleichsweise milde Strafen. Auch zwölf Monate nach dem größten und längsten Verfahren wegen Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik liegt noch keine schriftliche Urteilsbegründung vor – warum ist das so? Sind noch weitere Anklagen im Zuge der Serie von rassistischen Morden zu erwarten? Die Ermittlungen gingen lange nicht von einer Tat aus dem rechtsextremen Lager nicht aus – eine Tortur für die Angehörigen der Opfer. Hat der Staat daraus gelernt, und was hat das mit dem Mordfall Walter Lübcke zu tun? Das ordnet Tom Sundermann ein, der fünf Jahre lang für ZEIT ONLINE aus München über den NSU-Prozess berichtet hat.

Es ist eine Forderung, die auch in der Diskussion über den Klimaschutz wieder aufkommt: flächendeckend Tempo 30. Eingeführt hat das jetzt die kleine südfranzösische Stadt Bègles bei Bordeaux. So sollen die Einwohnerinnen und Einwohner den öffentlichen Raum zurückgewinnen, sagt der Bürgermeister. Ob ein solches Tempolimit wirklich weniger Verkehrsunfälle, mehr Ruhe und bessere Luft bedeuten würde – und ob das Modell auch in Deutschland, dem Land der unbegrenzten Geschwindigkeiten, realistisch ist, hat ZEIT-ONLINE-Autor Imre Balzer recherchiert.

Und sonst so? Drogendealen im Internet geht bei Netflix leichter als im echten Leben.

Mitarbeit: Milan Ziebula, Anne Schwedt
Moderation: Rita Lauter

Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Sie erreichen uns per Mail unter wasjetzt@zeit.de.