I.

Vor rund einem Monat bin ich in China gewesen. Ich war beeindruckt von der wirtschaftlichen Dynamik dieses großen Landes. Diese Dynamik schafft Wohlstand, aber sie hat auch Schattenseiten. In manchen Regionen Chinas geht der Fortschritt erheblich zu Lasten der Umwelt.

Auch die chinesische Regierung weiß, dass Wirtschaftswachstum auf Kosten der Umwelt kein nachhaltiges Wachstum sein kann. Darum steigt die Nachfrage nach umwelttechnischen Gütern stetig an. China ist dabei nur ein Markt, die Nachfrage wird weltweit steigen. Das ist eine große Chance für deutsche Unternehmen.

Wenn ich mir allerdings die deutsche Innovationsstatistik ansehe, dann fällt mir eines auf: Seit einigen Jahren bleiben die Patentanmeldungen in der Umwelttechnik deutlich hinter den gesamten Patentanmeldungen zurück. Bis jetzt hat die deutsche Wirtschaft auf dem Markt für Umweltschutzgüter technologisch eine führende Position inne. In manchen Umweltsparten hält sie sogar die Spitzenposition. Das soll auch künftig so bleiben und soll, wo das möglich ist, sogar noch besser werden.

Ich freue mich darüber, dass wir heute zwei Preisträger auszeichnen, die uns auf diesem guten Weg einen Schritt weiter bringen. Beide tun das übrigens mit der Unterstützung des Bundesforschungsministeriums, denn Projekte beider Preisträger wurden schon vom Ministerium gefördert - und auch von der Bundesstiftung Umwelt.

II.

"Zurück zur Natur" war einmal ein beliebter Slogan, der heute eigentlich nur noch belächelt wird. Die meisten Menschen verbinden damit schlichtes Leben, Muesli, grünen Tee und selbstgestrickte Pullover.