Bildergalerie Himalayan Kingdoms

Jaroslav Poncar träumte schon als Kind davon, den Mount Everest zu erklimmen. Doch dann ließen Edmund Hillary und Tenzing Norgay seinen Traum platzen, der einem tschechischslowakischen Kind in den fünfziger Jahren kaum erfüllt werden konnte. Dass er es trotz politischer Unwegbarkeiten in den Himalaya schaffte, beweist Poncar mit einer umfangreichen Liste von Veröffentlichungen über sein Traumziel.

Mehr als drei Jahrzehnte bereiste und fotografierte Jaroslav Poncar das „Dach der Welt“ und dessen Königreiche, von denen einige heute gar nicht mehr existieren. In seiner Panorama-Edition Himalayan Kingdoms stellt er die Weite der Gebirgsregion ganz in den Vordergrund. Getragen werden Poncars breitformatige Ansichten von seinen lebendigen Kommentaren. Aus der Erinnerung, aus seinem Reisetagebuch, aus seiner engen Verbindung mit der rauen Region, berichtet der Fotograf  von Begebenheiten und Schicksalsfügungen, die ihn an die abgelichteten Orte führten oder ihm dort zustießen.

Als fotografierender Reisepionier eroberte er seit 1976 die bis dahin schwer zugänglichen Königreiche Ladakh, Sikkim, Zanskar, Mustang, Nepal und Bhutan, die bis heute ein geheimnisvolles Dasein hinter den Bergen führen. Poncars Aufnahmen porträtieren die Vernetzung von schlichtem Leben im Zeichen des Buddhismus mit der Opulenz der schroffen Bergketten. Saftig grün strahlen die Terrassenfelder in den Tälern und im Schatten umschließender grau-brauner Felsmassive.
 

Dass in der scheinbar lebensfeindlichen Einöde dennoch Menschen leben, zeigt Poncar auf Fotos von buddhistischen Kultbauten wie Chörten und Dzongs, von Mönchen, Hirten und Bauern, die seit Jahrhunderten fern der westlichen Zivilisation leben. Poncars Bildband führt mit 65 Fotografien in eine längst vergangene Welt, die heute nur noch an diesen abgeschiedenen Orten zu finden ist.