Wassersportler, Lebenskünstler und eine kilometerlange Strandpromenade: Wenn Südafrikaner Urlaub im eigenen Land machen, fahren sie meist nach Durban. Die Stadt liegt im Osten des Landes, in der von den Zulus geprägten Provinz KwaZulu-Natal. Der Tourismus hat das Stadtbild Durbans (Spitzname "Surf City") über die Jahre geprägt. Entlang der Beachfront reihen sich Hotelhochhäuser, Imbissbuden und Strandbars aneinander. Alles wirkt ein wenig heruntergekommen, als wären die Glanzzeiten der Stadt mit ihren 3,4 Millionen Einwohnern lange vorbei.

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Doch der Eindruck trügt. In den Vororten der Stadt, abseits der Bademeile, haben sich die wohlhabenderen Durbaniten angesiedelt. Bars haben dort eröffnet, Boutiquen, Galerien. Die Stadt entwickelt sich weg vom günstigen Massenziel. Das Publikum wird internationaler.

Für kulturell interessierte Touristen ist die Stadt vor allem wegen der unterschiedlichen Nationalitäten spannend, die hier miteinander (manchmal auch nebeneinander) leben. Während der Westen der Stadt mit seinen Märkten und Essensständen fest in indischer Hand ist, ist das Zentrum mit seiner Kolonialarchitektur stark afrikanisch geprägt. Wer das indische Viertel besucht, sollte auf jeden Fall der Juma-Moschee einen Besuch abstatten: das Bauwerk ist die größte Moschee der südlichen Hemisphäre. Das neu gebaute Moses Mabhida Stadion liegt am North Beach. Hier werden sieben Spiele ausgetragen – eines davon ein Halbfinale.

Nach Süden hin läuft das Stadtzentrum zum sogenannten Point hin aus, einer Landzunge. Ihr verdankt Durban seinen Aufstieg zu einem der zehn größten Häfen der Welt. Zusammen mit dem gegenüberliegenden Landstück The Bluff bildet der Point einen natürlichen Hafen, die Natal Bay. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand hier eine Handelsstation für Elfenbein. Heute ist Durban der wichtigste Fracht- und Containerhafen Afrikas.

Auf dem Point liegt auch der Vergnügungspark uShaka Marine World mit seinem Aquarium. Der Park ist nicht nur bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Andere Teile des Points galten in den letzten Jahren als nicht sicher – die Kriminalität in der Stadt ist immer noch ein Problem. Ein ambitioniertes Bauprojekt soll nun auch die Spitze des Point in eine moderne Wohngegend verwandeln. 

The Bluff auf der anderen Seite des Hafens lockt mit natürlichen Stränden. Hier treffen sich Surfer, Taucher und Sonnenanbeter. Wegen der Gefahr durch Haie sind die Strände Durbans mit Netzen gesichert. Das KZN Sharks Board in Durban überwacht die Netze und informiert mit geführten Bootstouren und Veranstaltungen über die gefährdeten Jäger.