Nach schweren Schneestürmen im Nordosten der USA hat sich der amerikanische Flugverkehr noch immer nicht normalisiert. Zwar sind die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy, La Guardia und Newark seit Montag wieder teilweise in Betrieb. Dennoch mussten seitdem 1000 weitere Flüge auf Grund der Wetterbedingungen gestrichen werden. Zusätzlich zum regulären Reiseverkehr müssen die Flughäfen die in den letzten Tagen gestrandeten Passagiere abfertigen.

Am John F. Kennedy-Flughafen kam es zu bis zu fünfstündigen Verspätungen, in Newark mussten die Passagiere oft bis zu drei Stunden warten. Hunderte verbrachten erneut die Nacht an den Flughäfen von New York und Philadelphia. Nach Schätzung der Flughafenbetreiber wird es noch Tage dauern, bis der Flugverkehr wieder nach Plan verlaufen kann.

Auch auf dem Boden sorgten die Schneefälle in New York für Verkehrsbehinderungen. So waren nach Angaben der New York Times Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge zeitweise nicht in der Lage auszurücken.

Zwei U-Bahnlinien blieben geschlossen und Passagiere, die die geöffneten Linien nutzten, mussten mit stundenlangen Verspätungen rechnen. Zahlreiche Züge zu den New Yorker Vororten wurden ganz gestrichen.

"So einen Sturm hatten wir noch nie", sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Die Arbeit der Schneepflüge sei nutzlos, solange Krankenwagen, Feuerwehrfahrzeuge, Busse und Privatfahrzeuge eingeschneit seien. Diese müssten als erstes freigeräumt werden. 

Der Wintersturm hatte seit Sonntag entlang der gesamten Ostküste von Carolina bis nach Kanada bis zu 80 Zentimeter Schnee gebracht.