" See where it all began " ("Sehen Sie selbst, wo alles begann") lautet einer der Slogans, mit denen Ägyptens neuer Tourismusminister Mounir Fakhry Abdel Nour auf der ITB für sein Land wirbt. Und damit ist in diesem Jahr ausnahmsweise nicht das Nildelta als Wiege der Kultur gemeint.

Nour ist erst seit zwei Wochen im Amt. Davor war er laut eigener Aussage "selbst auf dem Tahrir-Platz, die Revolution vorantreiben." Protestiert wurde zwar an vielen Orten Ägyptens, doch die Massendemonstrationen auf dem Platz in Kairo wurden zum Symbol des Aufstands.

Die friedliche Beharrlichkeit, mit der das ägyptische Volk auf der Straße, aber auch auf Facebook und Twitter , seinen Willen demonstrierte und letztlich Präsident Mubarak zum Aufgeben zwang, brachte dem Land weltweit Sympathien ein. Und kostete es allein im Februar geschätzte 50 Millionen Euro an touristischen Einnahmen.

Auch der März sei schleppend angelaufen, sagt Nour. Sollten die Touristen nicht wieder kommen, wäre das verheerend für Ägypten. Immerhin lebt dort jeder Siebte vom Tourismus. Die Branche ist mit einem Anteil von 11,6 Prozent einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.