Im August, zu Mariä Himmelfahrt, werden am Staffelsee in Bayern die Speere gekreuzt. Fischerstechen nennt sich der Brauch, der auch in anderen Teilen Deutschlands erhalten ist. Er soll auf zwei Fischer zurückgehen, die sich von einem Ritterturnier inspirieren ließen: sie duellierten sich auf Booten.

Auch heute noch treten die Fischer mit Speeren gegeneinander an. Ziel ist es, den anderen ins Wasser zu stoßen oder ihn so aus der Balance zu bringen, dass er von selbst fällt. Eine Jury beurteilt, ob der Kampf fair geführt wird. Und die Fische freuen sich.