Abfahren und Abtauchen in Brandenburg

Schnee im Hochsommer – das gibt es in der Skihalle Snowtropolis  im brandenburgischen Senftenberg. 130 Meter lange, bis zu 25 Grad steile Abfahrten für Ski und Snowboard – hier kann man bei Kunstlicht und Temperaturen um den Gefrierpunkt die aktuelle Jahreszeit glatt vergessen.

Wer sich ökologisch weniger fragwürdig abkühlen möchte: Die Lausitzer Seenkette, ein riesiges Gebiet aus gefluteten Restlöchern des Braunkohle-Tagebaus, liegt direkt vor der Tür. Zwar ist die Flutung noch nicht abgeschlossen, doch sichere Badestellen gibt es trotzdem zuhauf – im Senftenberger See sogar eine Tauchstation. 

Ein kleiner Strand im Wald: Krummsee, Holsteinische Schweiz

Wem die Ostseestrände während der Sommerferien zu überlaufen sind, der setzt sich am besten ins Hinterland ab, an die weniger bevölkerten Seen der Holsteinischen Schweiz. Besonders idyllisch ist der kleine Krummsee nahe des gleichnamigen Dörfchens bei Malente. Ein kurzer Spaziergang durch den Wald – dann muss man sich nur noch entscheiden, ob man sich langsam vom Strand aus ins Wasser begibt oder flott vom Steg springt. Angenehm ist es in jedem Fall, denn die Wasserqualität ist hervorragend, und zu kalt ist es auch nicht.

Cool sein in der Eis-Bar in Schüttorf, Niedersachsen

In einem Lounge-Sessel aus Eis sitzen, aus einem Eisglas einen eiskalten Cocktail trinken – soweit noch alles normal für eine Eis-Bar. Doch die Index Ice-Bar ist die größte der Welt und bietet neben spektakulären Eisskulpturen auch eine 30 Meter lange Bob-Bahn, die man zwischen den Drinks entlang sausen kann. Oder man wärmt sich tanzenderweise auf: in der angrenzenden Großraumdisco Index.

Der Sprung in den Bergsee Ebertswiese, Thüringen/Rennsteig

Zehn Meter Flugstrecke, dann schlagartige Abkühlung: Dieses Kälteschock-Erlebnis kann man sich vom Zehn-Meter-Sprungfelsen des kleinen Bergsees am Rennsteig-Wanderweg im Thüringer Wald verschaffen. Ein echter Geheimtipp: Von drei Seiten von hohen Felsen umgeben, liegt das stille Gewässer gut versteckt im Thüringer Wald, in der Nähe der Ortschaft Floh-Seligenthal.

Paddeln in der Entenloch-Klamm im Chiemgau

Schattige Schlucht, kühler Gebirgsfluss – eine gute Kombination, um sich auch bei heißem Wetter an der frischen Luft zu bewegen. Die zweieinhalb Kilometer lange Entenloch-Klamm ist Teil der Kössener Ache, eines in den Kitzbühler Alpen entspringenden Wildflusses. Während der Fluss auch für Anfänger im Kajak oder Kanadier gut befahrbar ist, braucht es für die Schlucht einige Erfahrung: Insbesondere bei hohen Wasserständen sprudeln an einigen Stellen "Pilze" genannte Wasserschwalle vom felsigen Untergrund empor, die man umfahren können sollte.

Kloster Eberbach im Rheingau: alte Gemäuer, kühler Wein

Kontemplative Langsamkeit ist angesagt in dem vor über 800 Jahren gegründeten Kloster – schon deshalb kommt hier niemand ins Schwitzen. Dicke Mauern, schattige Gewölbe und ein Brunnen tun ein Übriges, um Körper und Geist in wohltemperierten Gefilden zu halten. Noch weiter runterkühlen kann man sich 14 Meter unter der Erde im modernen Steinberg-Keller. Dort lagern die Erzeugnisse der 220 Hektar großen Weinberge der Domäne, die man im Rahmen von Führungen und Verkostungen probieren kann.

Chillen im Beachclub Dortmund-Weststrand in Nordrhein-Westfalen

Früher wurde im Dortmunder U in offenen Becken Bier vergoren, heute ist es Kulturzentrum und Wahrzeichen der Stadt. Und seit Ende Juli gibt es vor dem ehemaligen Stammsitz der Unionsbrauerei sogar wieder ein offenes Becken: den Pool des neuen Beachclubs Dortmund-Weststrand. Allerdings ist er eher zum Planschen mit den Füßen als für ein echtes Vollbad gedacht. Für weitere Kühlung sorgen daher Palmen – und die traditionelle inwendige Kühlung per Bier und anderen Kaltgetränken. 

Mutproben im Erlebnisbergwerk Merkers, Thüringen

Adrenalinstöße unter Tage: Das Down Under 500 ist eine Art Abenteuerspielplatz für Erwachsene, 500 Meter tief unter der Erde, in den Schächten eines ehemaligen Kali-Bergwerks. Bei ganzjährig 20 Grad Celsius warten dort einige ausgefeilte Mutproben: unter anderem eine Stahlseilrutsche, "Lücken-Brücken" in größer Höhe, sowie ein neun Meter hoher, frei im Raum stehender "Wackelturm", der vom Angst-Zittern der Kletterer in Schwingungen versetzt wird. Wem das zu viel Action ist, der kann es im Museum oder in der größten Salzgrotte der Welt auch ruhiger angehen lassen.