Am Ende sehe ich keinen Wal, nur kleine Fontänen, die in der Ferne aus dem Pazifik schießen, aber als ich wieder im Auto sitze, fahre ich mit dem schönen Gefühl im Bauch weiter, dass ich mich habe treiben lassen, ohne nachzudenken.

Die Angst vor Einsamkeit verloren

Später sitze ich mit einem Kaffeebecher in der Hand in Pacific City am Strand und schaue auf den großen Felsen im Wasser, ich esse Clam Chowder, einen in der Gegend sehr bekannten Fischeintopf in Mo's Restaurant in dem kleinen Örtchen Florence, ich laufe kilometerweit durch die berühmten Sanddünen in der Nähe von North Bend, die so riesig und weit und menschenleer sind, dass man unweigerlich den Kopf schütteln muss, weil der Blick und der Sand und das Meer so unglaublich sind. Ich lese mehr Bücher als im vergangenen Jahr zusammen, spreche mit mehr Fremden als sonst. Beim Essen, in den kleinen Pensionen, beim Spaziergang am Wasser. Ich wache morgens ohne einen Plan davon auf, was der Tag bringen wird und in welchem Ort ich abends ins Bett gehen werde. Ich bin spontan und frei.

Ich habe Ruhe gefunden und die Angst vor der Einsamkeit verloren. Ich bin mir näher gekommen, als ich es zuvor war und habe mich mit Seiten von mir angefreundet, die mir fremd waren. Das Allein-Reisen hat meinen Blick geweitet – und ich werde es wieder tun.