Es geht diesmal in den Norden Italiens. In Mailand zeigt sich das Land von einer etwas anderen Seite als in Rom und Venedig: Als geschäftig und trendy, als teuer und modern wird die Hauptstadt der Lombardei gerne bezeichnet. Doch ein Besuch in der Mailänder Scala, ein Aperitif zwischen den Kanälen des historischen Navigli-Viertels oder das Panorama des Duomo, des Mailänder Doms, zeigen: Mailand geizt auch jenseits der Fashion Week nicht mit Sehenswürdigkeiten. Man muss manchmal nur etwas genauer hinschauen.

Damit das klappt, bietet das Internet zahlreiche Quellen. Apps erklären Viertel und Wege. Stadtmagazine informieren über Ausstellungen, Modenschauen und Tagestouren. Blogs stellen Restaurants und Geschäfte vor. Video- und Foto-Streams stimmen auf Stadt und Nachtleben ein. Wir stellen einige der besten Netzfunde vor.

Apps

Die besten Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Museen der Stadt kennt der gebürtige Niederländer Stef Smulders. In der englischsprachigen App Milan & More (Android und iOS, circa ein Euro) stellt er rund 400 Lokalitäten mit Bildern, Texten und Websites vor, darunter manchen Geheimtipp. Die gleiche Idee hatte die Betreiberin der Website S'Notes: Dort bloggt sie auf Italienisch aus der Stadt, in der App EnjoyMyMilan (Android und iOS, kostenlos) aber gibt sie ihre Tipps auf Englisch.

Etwas professioneller gestaltet ist der Reiseführer von Trip Advisor (Android und iOS, kostenlos in der Basisversion). Dieser enthält unter anderem mehrere Routen, um die Stadt auf eigenen Füßen zu erkunden, sowie Informationen über die U-Bahn-Linien. Für ausführlichere Fahrpläne sowohl der Metro als auch der Busse gibt es die Apps MuoviMI (kostenlos) und iMetro (0,99 Euro) für Apple-Geräte sowie ATM Milano (1,50 Euro) und Milano Bus Live (kostenlos) für Android.

Mehrere Apps bietet die Mailänder Tourismusbehörde an. Der Guida Milano (Android und iOS, kostenlos) enthält allgemeine Informationen über Stadt und Geschichte, Eventi Milano informiert über Veranstaltungen. Und in der App MappaMI sind die Pixxies los. So heißen die kleinen virtuellen Wesen, die die Besucher Mailands bis in den Sommer 2014 über die Kamerafunktion des Smartphones an ausgewählten Orten entdecken und anschließend im Netz teilen können.

Shopping und Ausgehen

Design und Mode gehören zu Mailand wie ein gutes Risotto Milanese oder ein deftiger Cassoeula. Das kann bisweilen teuer sein, allerdings werden auch Besucher fündig, die nichts mit der Haute Couture zu tun haben. Die Website Walks of Italy gibt einen kleinen Crashkurs in Sachen Einkaufsviertel: In den kleinen Gässchen im historischen Viertel Brera etwa versteckt sich so manche kleine Boutique, während sich auf dem Corso Buenos Aires die Geschäfte der Weltmarken aneinanderreihen. Schon architektonisch lohnt ein Besuch in der Galleria Vittorio Emanuele II: Es ist eine der ältesten Einkaufspassagen der Welt.

Auf design*sponge stellt die italienische Künstlerin Paola Serrao einige ihrer Lieblingsboutiquen vor. Aktueller sind die Guides von Telegraph und Shop Latitude, deutschsprachige Einkaufstipps gibt es auf den Seiten der Süddeutschen Zeitung und Brigitte.

Wer sein Geld lieber in Kultur investiert, ist in der zweitgrößten Stadt Italiens ebenfalls gut aufgehoben: Ciao Milano kennt das aktuelle Programm. Während Opernfreunde um die Mailänder Scala wohl nicht herumkommen, gibt es auf last.fm und 2night zusätzlich Ausgehtipps für die Fans von Stromgitarren und Elektrobeats. In jedem Fall unumgänglich ist der Aperitif: Lonely Planet verrät einige Geheimnisse der Mailänder Trinkkultur.

Besser nüchtern sollte man die Kunst betrachten. Der Milan Museum Guide kennt nicht nur Da Vincis Abendmahl oder die bekannten Häuser wie die Pinacoteca di Brera, sondern auch kleinere Galerien. Mitglieder der LGBT-Community bekommen auf den Seiten von Patroc und U City Guide einige Szenebars und Clubs empfohlen.

Stadtmagazine und Reiseführer

Die schönen Dinge des Lebens stehen im Mittelpunkt des englischsprachigen Stadtmagazins Where Milan. Jeden Monat bietet die Publikation reichhaltige Ausgehtipps und Neuigkeiten aus der Kultur- und Kunstszene – sowohl auf der Website als auch per PDF. Einen stärkeren Fokus auf die Menschen, die bereits in Mailand leben, hat Easy Milano: Hier gibt es neben dem Kinoprogramm auch Job- und Wohnungsangebote.