ZEIT ONLINE: Von wo aus hat man den besten Blick auf die Stadt und was sieht man dort?

Acrísio Fernandes: Vom Quixadá-Turm. Das ist ein hoher, zentral gelegener Punkt in einem angenehmen Viertel. Leider hat das Drehrestaurant im Moment geschlossen. Von dort oben hat man den perfekten Überblick.

ZEIT ONLINE: Wo triffst Du am liebsten Freunde und warum dort?

Fernandes: Am liebsten gehe ich ins Café 3 Coracoes. Das ist in einem Laden für Kunstbücher. Perfektes Ambiente, kultivierte, gebildete Leute. Am Wochenende spielen wir Snooker im Cantinho Académico. Das ist eine Bar mit Live-Musik und einer total angenehmen Atmosphäre gegenüber der Praça da Gentilândia. Der Platz ist nett, aber nachts ein bisschen unsicher. 

ZEIT ONLINE: Wohin gehst Du für eine kurze Auszeit?

Fernandes: Normalerweise schnappe ich mir mein Fahrrad und fahre zum Naturlehrpfad im Parque de Cocó. Das ist ein Schutzgebiet, das von der Stadt sauber gehalten wird und das die Polizei überwacht. Außerhalb von Fortaleza bin ich am liebsten in Guaramiranga, das ist im Landesinneren des Bundesstaats Ceará. Dort ist es angenehm kühl, und in der kleinen Stadt gibt es alte Häuser, gute Gastronomie und eine tolle Musikszene. Man kann auch prima mit dem Fahrrad hinfahren und campen.

ZEIT ONLINE: Was sollte man gegessen und getrunken haben, und wo?

Fernandes: Die Spezialität schlechthin sind die gekochten Krebse aus dem Coco-Fluss, die mit einem Holzstab auf einem Brettchen aufgeschlagen werden. Man bekommt sie an so gut wie allen Strandbuden, den Barracas. Nur an einem bestimmten Tag in der Woche finden Caranguejadas, Krebsessen, in den Restaurants statt, in der Regel am Donnerstag.

ZEIT ONLINE: Welches Souvenir sollte man sich unbedingt besorgen?

Fernandes: Ganz klar: Eine Hängematte. Die, die hier in Fortaleza hergestellt werden, sind besonders gemütlich und halten ewig. Nach einem langen Tag am Strand, an dem man immer viel Sonne abkriegt, gibt es nichts Schöneres, als sich auf der Terrasse in seine Hängematte zu legen. Man kriegt sie im Mercado Central, der großen Markthalle, wo es alle möglichen Geschäfte, typisches Essen und günstige Klamotten gibt. Der Markt ist in ganz Ceará berühmt.

Im Mercado Central bekommt man alles, vor allem Hängematten. © CC BY-SA 3.0 Naíra Dias/flickr

ZEIT ONLINE: Was sollte man über Fortaleza wissen?

Fernandes: Was man über die Geschichte wissen muss, erfährt man im Museo de Ceará, im Landesmuseum. Für den Alltag muss man wissen, dass die Hitze, die von oben kommt und die Stadt im Griff hat, von einer Meeresbrise abgemildert wird.

ZEIT ONLINE: Wo kann man am besten Fußball spielen?

Fernandes: Den einen Ort gibt es in Fortaleza nicht. Am Strand kann man überall Fußball spielen. In den Wohnvierteln trifft sich die Bevölkerung am Wochenende zum Kicken, was bei uns pelada heißt.

ZEIT ONLINE: Wie ist das WM-Stadion?

Fernandes: Die Arena Castelão ist luftig, und man kommt gut hin. Mein Herz schlägt für den SC Ceará, der darin auch spielt. Ich bin gerne da, es ist eine fröhliche Atmosphäre.