ZEIT ONLINE: Wo triffst Du in Salvador da Bahia am liebsten Freunde, und warum dort?

Heide De Jesus Damasceno: Im historischen Stadtzentrum, am Pelourinho, das zum Weltkulturerbe gehört. Dort gibt es viele Bars, und irgendwo wird immer Samba live gespielt und getanzt. Wenn ich eine kurze Auszeit brauche, gehe ich zum Strand. Am liebsten bin ich beim Hafen von Barra, im Süden.

ZEIT ONLINE: Was isst oder trinkst Du am liebsten, und wo?

Damasceno: Typisches Essen aus Bahia sind Meeresfrüchte in Kokosmilch, wir sagen Moqueca. Außerdem Carurú, Vatapá-Püree und Acarajé-Bällchen. Das kriegt man hier überall, am Pelourinho oder am Strand.

Im Pelourinho-Viertel. © CC BY-SA 3.0 Leandro's World Tour/flickr

ZEIT ONLINE: Was sollten Reisende von hier unbedingt mit nach Hause nehmen?

Damasceno: Lebensfreude!

ZEIT ONLINE: Was sollte man über die Stadt unbedingt wissen?

Damasceno: Salvador da Bahia war Brasiliens erste Hauptstadt. Sie liegt in dem Bundesstaat Bahia, in dem unser Land zuerst kolonisiert wurde. Es ist die Stadt mit der größten Anzahl an schwarzen Menschen außerhalb Afrikas.

ZEIT ONLINE: Wofür ist die Stadt bekannt, außer dafür, dass Michael Jackson hier Teile eines Musikvideos drehte?

Damasceno: Samba, Capoeira, Karneval, aber ganz besonders typisch für die Stadt ist der Musikstil Axé. Er hat hier seinen Ursprung.

ZEIT ONLINE: Ein Wort zum Fußball in Salvador da Bahia?

Damasceno: Das modernste Stadion ist die Arena Fonte Nova. Dort wird bei der WM gespielt. Und unser Stadtrivale EC Bahia trägt dort seine Heimspiele aus. Mein Lieblingsverein ist Vitória, der spielt im Barradão-Stadion.


Fußball-WM - In Salvador de Bahia startet die deutsche Mannschaft das Turnier