ZEIT ONLINE: Von wo aus hat man den besten Blick auf die Stadt und was sieht man dort?

Felipe Teixiera: Vom Terrazza40. Das ist ein sensationelles Restaurant mit Panorama-Blick, im 40. Stock.

 
ZEIT ONLINE: Wo triffst Du Dich am liebsten mit Freunden und warum?

Teixiera: In der Bar Mais55, zur Happy Hour. Danach gehe ich oft irgendwohin, wo es Live-Musik gibt und wo man tanzen kann – zum Beispiel ins Woods, ins WS Brazil oder den Duc Club. Toll war auch eine Veranstaltung an der Praça da Espanha. Dort sind viele Musikgruppen aufgetreten. Wenn ich eine Auszeit brauche, fahre ich aber möglichst weit weg. Ich habe da einen geheimen Ort im Bundesstaat Paraná, zirka 80 Kilometer mit dem Auto von der Hauptstadt entfernt.

ZEIT ONLINE: Was sollte man gegessen oder getrunken haben, und wo?

Teixiera: Das ist ohne Zweifel Barreado, ein typischer Eintopf. Am besten schmeckt es mir im Örtchen Morretes im gebirgigen Hinterland an der Küste Serra do Mar. Dorthin kann man mit einer historischen Eisenbahn fahren.

Nach Morretes fährt eine historische Bahn. © CC BY 2.0 Cesar e Camilla/flickr

ZEIT ONLINE: Welches Souvenir sollten Reisende unbedingt mitbringen?

Teixiera: Bei uns gibt es viel Kunsthandwerk. Das bekommen Sie zum Beispiel im Espaco Coop Arte, einer Künstler-Kooperative in der Altstadt. Dort verkaufen die Künstler abwechselnd selbst und ein Teil der Einnahmen ist für einen guten Zweck.

ZEIT ONLINE: Was sollte man über Deine Stadt unbedingt wissen?

Teixiera: Die Portugiesen haben sie vor gut 300 Jahren gegründet und hier leben viele Deutschstämmige, aber auch Einwanderer aus Italien, Polen und der Ukraine. Wir gelten als die Öko-Hauptstadt Brasiliens, weil wir sehr viele Parks und ein gutes Bussystem haben.

ZEIT ONLINE: Wo können Besucher etwas über die Geschichte erfahren?

Teixiera: Im Botanischen Garten. Es gibt Ausstellungen, ein Museum und viele Veranstaltungen.

Der Botanische Garten in Curitiba © CC BY 2.0 nabruuc/flickr

ZEIT ONLINE: Was ist typisch für die Bewohner Deiner Stadt?

Teixiera: Wir gelten als verschlossen – bis man uns kennenlernt! Dann tauen wir auf und zeigen uns von unserer besten Seite.

ZEIT ONLINE: Die Fußballfrage: wo spielen, wo schauen?

Teixiera: Zum Spielen gibt es viele gut angelegte und beleuchtete Plätze. Oder man mietet sich ein Feld. Und zum Schauen geht man während der WM entweder natürlich ins WM-Stadion, in die Arena da Baixada. Oder auf einen der Plätze, auf dem ein großer Bildschirm steht.