ZEIT ONLINE: Was sollte man über Porto Alegre unbedingt wissen?

Ana Paula Dullius: Porto Alegre ist nur eine von sieben Städten weltweit, die zwei Sieger im Fußball-Weltpokal hat. Bei uns gibt es das beste Grillfleisch. Wir trinken ständig heißen Tee aus Thermoskannen. Und wenn die Leute hier über "einen Typen" reden, dann sagen sie "um tche". Daran erkennst du sofort, ob jemand von hier ist.

ZEIT ONLINE: Welches Souvenir sollte man unbedingt mit nach Hause nehmen?

Dullius: Einen Becher für Mate-Tee, chimarrão genannt. Der ist typisch für uns Gaúchos hier im Süden. Während der WM wird es auch einen Kunsthandwerker-Markt im Harmonia-Park geben.

ZEIT ONLINE: Wo können Besucher etwas über die Geschichte der Stadt erfahren?

Dullius: Im Naturkunde-Museum, im Santander-Kulturzentrum, im San-Pedro-Theater und im Harmonia-Park. Aber vor allem sollten sie sich die Altstadt anschauen, unsere Markthalle und unsere Fußballstadien.

ZEIT ONLINE: Von wo aus hat man denn den besten Blick auf die Stadt?

Dullius: Vom Santa-Teresa-Hügel aus hat man einen weiten Blick über Porto Alegre. Aber es gibt noch andere Orte mit schönen Stadtansichten: den Parque da Redenção, das Ufer von Guaíba und das Gasometer.

Vor dem Gasometer in Porto Alegre, März 2014 © REUTERS/Edison Vara

ZEIT ONLINE: Wo triffst du dich am liebsten mit Freunden, und warum dort?

Dullius: In der Markthalle. Auf jeden Fall sollte man dort am Stand 40 Sahne mit Erdbeeren probieren. Im Gambrinus kann man sehr gut zu Mittag essen. Außerdem findet in der Halle regelmäßig ein Antiquitätenmarkt statt. Am Feierabend ist ein Spaziergang am Guaíba-Ufer oder durch den Farroupilha-Park zu empfehlen.

ZEIT ONLINE: Was sollte man gegessen und getrunken haben und wo?

Dullius: Oh, das kommt darauf an: Es gibt Gegrilltes bei Freio de Ouro, Fisch bei Luz in der Markthalle und Picanha, also Rinderhüfte, bei Pedrini. Unser Lieblingsimbiss ist Petiskeira und unsere Lieblingspizzeria Nono Ludovico.

ZEIT ONLINE: Wo kann man in Porto Alegre Fußball spielen?

Dullius: In den unterschiedlichen Stadtteilen gibt es viele Felder, die man mieten kann. Aus Sicherheitsgründen sollte man zum Spielen dorthin gehen. Da man bei uns in der Regel abends Sport macht, ist es zu gefährlich, draußen auf der Straße zu spielen.

ZEIT ONLINE: Und wo kann man Fußball schauen?

Dullius: Wir waren unendliche Male im alten Stadion (Estádio Olímpico) unserer Fußballvereins. Sonst schauen wir uns die Spiele zu Hause im Fernsehen an. Soweit wir wissen, wird es während der WM aber auch eine Großleinwand vor der Markthalle geben, auf dem Glênio-Peres-Platz und im Harmonia-Park. Dort werden wir an den Wochenenden und wahrscheinlich an allen Spieltagen sein. Allerdings zum Arbeiten.