Die USA verbieten aus Sorge vor Anschlägen künftig auf manchen Direktflügen aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten die Mitnahme nicht aufgeladener technischer Geräte wie Smartphones. Die neue Regelung ist Bestandteil der in der vergangenen Woche angekündigten verschärften Überwachung von internationalen Flügen in die USA. Für welche Verbindungen sie gilt, ist nicht bekannt. 

"Das Sicherheitspersonal kann Besitzer von technischen Geräten wie Smartphones dazu auffordern, diese anzuschalten", schreibt die US-Flugsicherheitsbehörde TSA in einer Mitteilung. "Unaufgeladene Geräte dürfen nicht an Bord genommen werden." Den Besitzern drohe eine erweiterte Sicherheitsprüfung.  

Auch mit anderen zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen müssten die Fluggäste rechnen. Unter anderem könnten einzelne Passagiere zusätzlich von Sicherheitsbeamten abgetastet werden, berichtete die Zeitung USA Today. Die Sicherheitsbehörden hätten Sprengsätze im Visier, die als elektronische Geräte getarnt werden könnten, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise. 

Heimatschutzminister Jeh Johnson sagte dem US-Sender NBC: "Wir dachten, es wäre derzeit wichtig, sie (die Sicherheitsmaßnahmen) an einigen Flughäfen mit Direktverbindungen (in die USA) hochzufahren."

Hintergrund der verschärften Kontrollen sind Hinweise von Geheimdiensten, wonach islamische Extremisten der Al-Kaida und der Al-Nusra-Front in einem Gemeinschaftsprojekt Sprengsätze entwickelt haben, die sich in Attrappen von technischen Geräten in Flugzeuge einschleusen lassen.

In Großbritannien ist die Regelung offenbar bereits in Kraft: Laut Medienberichten wurden hier in der vergangenen Woche auf Direktflügen in die USA verstärkt Apple- und Samsung-Smartphones überprüft.