Nach heftigen Schneefällen in den französischen Alpen haben Tausende Autofahrer auf dem Weg in den Skiurlaub die Nacht in Notunterkünften oder ihren Fahrzeugen verbringen müssen. In Savoyen saßen nach Behördenangaben rund 15.000 Urlauber fest. Die Gemeinden richteten Notunterkünfte ein. Ein Skifahrer kam in einer Lawine ums Leben.

Nach Angaben des französischen Verkehrsministeriums wurden 83 Notunterkünfte geöffnet. Zur genauen Zahl der Autofahrer, die die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen mussten, gab es keine Angaben. Rettungsdienste mussten einem jungen Mann zur Hilfe kommen, der in seinem Auto eine Unterkühlung erlitt.

Fahrer ohne Schneeketten wurden von der Polizei angewiesen, nicht weiterzufahren. Auf den Autobahnen gab es lange Staus. Im Departement Isère kam ein 27-Jähriger ums Leben, als er mit seinem Auto in eine Schlucht stürzte.

Innenminister Bernard Cazeneuve hatte bereits am Samstag an Autofahrer appelliert, geplante Reisen in die Schneeregion nach Möglichkeit zu verschieben. Menschen, die bereits in die Alpen unterwegs waren, wurden aufgefordert, so früh wie möglich anzuhalten und eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen.

Fährverkehr nach Großbritannien eingestellt

Im Westen des Landes gab es heftige Stürme. Der Hafen von Calais musste für einige Stunden den Schiffsbetrieb einstellen. Bei Böen im Ärmelkanal mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometer pro Stunde wurde der Fährverkehr nach Großbritannien vorübergehend eingestellt.

Auch Österreich meldete am Wochenende meterhohen Neuschnee, in Italien schneite es von den Alpen bis zu den Abruzzen im Süden. In der Schweiz stieg nach ergiebigen Schneefällen die Lawinengefahr, die Warnstufe wurde erhöht.