Nach der Sintflut: Spenden – aber wohin??

Zehn Tage nach der Flutkatastrophe in Asien ist in Deutschland so viel Geld gespendet worden wie noch nie. Die Bereitschaft, finanziell zu helfen, ist immens. Ein Beispiel: Im Jahr 2003 nahm "Ärzte ohne Grenzen Deutschland" 17,5 Millionen Euro ein. Allein in den vergangenen zehn Tagen flossen 30 Millionen Euro auf die Konten der Organisation – so viel, dass "Ärzte ohne Grenzen" nun keine Spenden für Südasien mehr annimmt.

Vielleicht willst auch du angesichts so viel unvorstellbarem Leid helfen – jede noch so kleine Spende zählt, auch wenn es nur ein Euro ist. Doch welche Organisation macht eigentlich was? Ist es besser, bei Caritas zu spenden, bei Ärzte ohne Grenzen oder beim Kinderhilfswerk? Mach dir selbst ein Bild.

Unter dem Namen  Aktion Deutschland hilft haben sich zehn kleinere Hilfsorganisationen zusammengeschlossen. Sie organisieren Hilfsflüge nach Südasien und bringen Notausrüstungen, Medikamente und Wasseraufbereitungs- und Entsalzungsanlagen in die Flutgebiete. Bisher wurden dieser Organisation 22 Millionen Euro gespendet.
http://www.aktion-deutschland-hilft.de

Ärzte für die Dritte Welt und Ärzte ohne Grenzen kümmern sich um medizinische Notversorgung und Seuchenbekämpfung in den Krisengebieten. "Ärzte für die Dritte Welt" arbeitet vor allem in Südost-Indien, die Organisation "Ärzte ohne Grenzen", die 1999 den Friedensnobelpreis erhielt, konzentriert seine Nothilfe auf die indonesische Provinz Aceh, Sri Lanka und Indien. Als medizinische Organisationen sind die Ärzte nicht beim Wiederaufbau nach einer Katastrophe tätig, daher ist ihr Einsatz meist zeitlich begrenzt.
www.aerzte3welt.de
www.aerzte-ohne-grenzen.de

Die Caritas hat in den Küstenregionen Indiens, Sri Lankas und Indonesiens Flüchtlingscamps errichtet und versorgt Obdachlose dort mit Wasseraufbereitungstabletten, Trockennahrung und Medikamenten. Wie viele andere Organisationen sammelt Caritas keine Sachspenden, sondern kauft die nötigen Dinge vor Ort, um Transportkosten zu sparen.
www.caritas.de

Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond sind in allen elf betroffenen Ländern im Einsatz und versorgen dort 1,5 Millionen obdachlose Menschen. 10.000 freiwillige Helfer der lokalen Rotkreuzgesellschaften verteilen vor Ort Lebensmittel, Medikamente, Decken und Zelte aus Lagern des lokalen Katastrophenschutzes. Aus Deutschland und anderen Ländern werden mobile Gesundheitsstationen, Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Experten eingeflogen.
www.drk.de