Sie arbeiten für amnesty international – was tun Sie da genau?
Ich bin in unserem Kampagnenteam zuständig für die externe Kommunikation. Dort arbeite ich im Rahmen der Vorbereitung neuer Kampagnen mit Werbeagenturen zusammen, um für diesen Kampagnen ein Gesicht zu geben. Wenn diese grundlegende Aufgabe getan ist, geht die Arbeit weiter. Dann müssen die Materialien für die Kampagne erstellt werden: Plakate, Poster, Broschüren, Flyer, give-aways und manchmal auch Kino- und Radiospots. Eine weitere wichtige Aufgabe, die in den Bereich der externen Kommunikation fällt, ist die Organisation von großen Veranstaltungen. So war ich im vergangenen Jahr zuständig für die Organisation einer großen Abendveranstaltung, auf der unser amnesty international Menschenrechtspreis vergeben wurde. Außerdem fällt in mein Arbeitsgebiet auch alles was mit der Entwicklung und Schaltung von Anzeigen und Werbebannern zu tun hat.

Was haben sie studiert?
Ich habe Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut in Berlin studiert. Während des Studiums habe ich mich schwerpunktmäßig mit Migrationsthemen beschäftigt und immer gedacht, dass ich gerne als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei einer NGO (Non Governmental Organisation) arbeiten würde.

Auf welchem Weg sind zu Ihrem Beruf gekommen?
Tatsächlich habe ich den Bereich Öffentlichkeitsarbeit erst ziemlich spät für mich entdeckt. Nach dem Studium war es ziemlich schwierig, eine feste Stelle in einer NGO zu bekommen, so dass ich zunächst als Projektkoordinatorin beim Apsen Institut angefangen habe - ein Institut, das sich für den transatlantischen Dialog einsetzt. Da ich jedoch wenig Erfahrung in diesem Themenbereichen hatte, habe ich die Öffentlichkeitsarbeit des Instituts unterstützt. Dabei habe ich entdeckt, dass dieser Bereich sehr vielseitig ist und es mir großen Spaß macht, Veranstaltungen zu organisieren und Texte zu verfassen. Ich habe mich entschieden, mich auf diesen Bereich zu konzentrieren und mir ein Stelle als Volontärin in einer PR-Agentur gesucht. Hier habe ich dann den Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Public Affairs von der Pike auf gelernt habe. Mir war immer klar, dass ich nicht lange in einer Agentur arbeiten würde. Als sich nach zwei Jahren die Möglichkeit ergab, zu amnesty international zu wechseln ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen.

"Unterwegs für die Menschenrechte" – das klingt nach einer Arbeit, die erfüllt. Ein Traumjob?
Ja, für mich ist die Arbeit bei amnesty international wirklich ein Traumjob: mir machen meine Aufgaben großen Spaß. Ich arbeite zudem für eine Organisation, deren Ziele ich hundertprozentig unterstützen kann und deren Themen mich schon immer sehr interessiert und bewegt haben.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag aus?
Ehrlich gesagt gibt es den "normalen Arbeitstag" nicht, und das ist auch genau der Punkt, der die Arbeit so abwechslungsreich und spannend macht. Es gibt Phasen, in denen wir mehr konzeptionell arbeiten, dann haben wir viele Meetings und müssen Konzepte schreiben und es gibt Phasen, in denen wir mehr "abwickeln", dann telefonieren, organisieren und E-mailen wir sehr viel.

Was mögen Sie an ihrer Arbeit?
An meinem Arbeitsbereich finde ich toll, dass ich immer wieder neue Aufgaben habe und viel mit anderen Menschen zusammenarbeite.