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© ZEIT ONLINE, Foto: Sharon Mc Cutcheon

Pegasus Project: Cyber-Angriff auf die Demokratie

Mobiltelefone und Bürgerrechte, das ist eine heikle Sache. Einerseits speichern moderne Handys alles: von sensiblen Finanzinformationen über Chatverläufe bis zu intimen Fotos. Andererseits bieten Verschlüsselungsfunktionen von Apps wie WhatsApp, Signal oder Telegram Schutz vor unliebsamen Zuhörern. Was also, wenn dieser Schutz unterwandert wird?

Es gibt eine mächtige Cyberwaffe, mit der genau das möglich ist: Pegasus. Einmal auf ein Gerät geschleust, kopiert die Schadsoftware sämtliche Daten, bevor sie überhaupt verschlüsselt werden können, und sendet sie an den Angreifer. Wer das Programm auf seinem Handy hat, hat potenziell die Kontrolle über sein Leben verloren.

Entwickelt wurde Pegasus vom israelischen Unternehmen NSO. Doch wer wird damit überwacht? Einem internationalen Journalistenkonsortium wurden Listen mit mehr als 50.000 Telefonnummern zugespielt. Sie sind der Ausgangspunkt einer Recherche von 80 Journalistinnen und Journalisten aus 17 Redaktionen rund um den Globus, koordiniert vom gemeinnützigen Verein Forbidden Stories. Die Resultate der Recherche sind alarmierend.

Ein Mann hält ein iPhone in der Hand.

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