Anhand zahlreicher Reproduktionen von Aquarellen, Ölgemälden und Radierungen erzählt Autorin Deborah Lyons, warum der New Yorker Maler Edward Hopper sich in jedem Jahr wieder vom Morgen in Cape Cod hinreißen ließ. Jenseits der Großstadthektik fand er schöpferische Kraft in der menschenleeren Natur - und reiche Beute auf der Jagd nach Licht- und Wasserspielen. So deutlich fokussiert dieses kleine Buch Hoppers Hunger nach Helligkeit und Stille, so beflügelt berichtet es von der Künstlerkolonie Provincetown, vom Aquarellieren im Freien und der Liebe des Malers zum Leuchtturm bei Two Lights, dass es den Leser ganz sehnsüchtig macht nach den Weiten von Massachusetts, wo es zumindest einem weltberühmten Einsamkeitssucher nie langweilig wurde.
CS Deborah Lyons: "Edward Hopper - Sommer am Meer"
Aus dem Amerikanischen von Georgia Illetschko; Prestel Verlag, München 2003; 30 S., mit vielen farbigen Abbildungen, 14,95 Euro