Mit ihrer 118. Folge endet die Kolumne von Bundesrichter Thomas Fischer. Zum Abschluss ein Rückblick auf Meinung, Moral und den wichtigsten Film aller Zeiten.
Zwischen Börse, Fußball und Syrien hat sich mitten in Deutschland ein spektakuläres Verbrechen ereignet. Alle sind erschüttert über das mutmaßliche Motiv. Warum nur?
Heute soll jeder dauernd Empathie zeigen, insbesondere mit Opfern. Die Strafjustiz bemüht sich tapfer, erreicht das verlangte Maß aber nie. Woran liegt das?
Rasen ist Mord, da ist man sich im Land der freiwilligen Tempobegrenzung 250 einig. Man muss ein Zeichen setzen. Strafrecht erledigen wir im Überholen.
Opfer, Polizisten und jede Menge Desinformation. Und dazwischen ein Bundesrichter. Der Kolumnist war Talkgast in der Sendung "Maischberger". Ein Erlebnisbericht
Nichts ist im Strafverfahren so leicht und endgültig verloren wie die Unschuld. Wer schuldig ist und wer nicht, sehen Justiz, Medien und Öffentlichkeit oft anders.
Mehr Polizei? Mehr Video? Mehr Härte? Wir müssen 2017 über Sicherheitskonzepte diskutieren – einfach mehr Verbote ins Bundesgesetzblatt zu schreiben, reicht nicht.
Der EuGH hat die Preisbindung für Arznei aus dem Ausland gekippt. Sind wir nun der Krankheit oder dem Apothekensterben ausgeliefert? Gut, dass wir den Gesetzgeber haben!
Eine Tote in Freiburg, die "Tagesschau" berichtet nicht. Die Nichtmeldung führt zum Sturm der Berichterstattung – Deutschland im kommunikativen Krisenmodus.
Das Strafgericht ist gesetzlich zur "Aufklärung von Amts wegen" verpflichtet. Was bedeutet das? Rechtsstaatswidrige Ausforschung? Oder ein Minimum an Fürsorge?
Unter allen Beweismitteln gelten Zeugenaussagen als besonders heikel. Zu erkennen, ob Zeugen im Strafprozess lügen oder die Wahrheit sprechen, ist verdammt schwer
Die Klagen, Gerichte könnten oder wollten die Wahrheit nicht erkennen, sind ohne Zahl. Die meisten Kritiker meinen, dieses sei ganz einfach. Da täuschen sie sich.
Hate-Speech ist derzeit ein Aufreger. Selbst der Kolumnist wird gelegentlich zu den Hatern gerechnet. Einige Gedanken zum unerhörten Rennen um das richtige Wort.
Neue Vorschriften sollen die Prostituierten jetzt besser schützen. Aber ob die Gesetzesnovellierung den Betroffenen wirklich hilft, ist mehr als fraglich.