Köln (SID) - Die kasachische Presse geht nach dem 0:3 der einheimischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation gegen Deutschland hart mit Nationaltrainer Bernd Storck ins Gericht. Überwiegend rechnen die Medien mit einem erzwungenen Abschied des deutschen Coaches. Kritik und zumindest indirekten Rücktrittsforderungen sieht sich in der Türkei auch Trainer Guus Hiddink nach der 0:1-Blamage in Aserbaidschan ausgesetzt. In Italien und Serbien dominieren nach den Krawallen und dem Spielabbruch der Begegnung zwischen beiden Ländern in Genua das Entsetzen über die Eskalation der Gewalt.

Internationale Pressestimmen im Einzelnen:

KASACHSTAN

Sports: "Löw hat seine Sache gut gemacht. Storck kann gehen. Das Spiel gegen Deutschland wurde von den Fans anfangs als das letzte Spiel von Bernd Storck gefeiert aber erst danach haben wohl viele begriffen, gegen wen Kasachstan da gespielt hat. Nun muss der kasachischde Fußball-Verband einen neuen Trainer suchen. Wir wollen hoffen, dass er den Fans mehr Freude bringt, als der bisherige Trainer. Die großartigen Deutschen erteilten in der Nacht den Gastgebern eine bemerkenswerte Lehrstunde im modernen Fußball."

Prawda Kasachstana: "Vom Meister zum Lehrling. In der letzten Qualifikation hatte Kasachstan zehn Punkte geholt, jetzt hat es noch keinen einzigen. Man stufte die Mannschaft schon in die Meisterklasse ein, doch nun wurde sie zum Lehrling degradiert."

Gazeta: "Hat Löw Storck in den Rücktritt geschickt? Die Niederlage kann sich auf das weitere Schicksal von Trainer Bernd Storck auswirken, dessen Vertrag Ende des Jahres ausläuft."

TÜRKEI