Stuttgart (SID) - In der Bundesliga Letzter, in der Europa League auf (Erfolgs-)Kurs: Der VfB Stuttgart kann heute (19.00/Sky) beim Heimspiel gegen den FC Getafe mit dem dritten Sieg im dritten Gruppenspiel den Einzug in die K.o.-Runde fast schon perfekt machen und so ganz nebenbei auch noch seinen Spanien-Fluch besiegen. Während Trainer Jens Keller seine internationale Premiere feiert, geht es für die VfB-Profis auch um ihre Zukunft in Stuttgart.

"Wir werden bis zur Winterpause genau beobachten, wer bereit ist, den Karren mit aus dem Dreck zu ziehen. Wer diese Bereitschaft nicht erkennen lässt, wird keine Zukunft in unserem Verein haben", betonte Präsident Erwin Staudt. Zuvor hatte bereits Sportdirektor Fredi Bobic den Spielern mit drastischen Konsequenzen bis hin zur Trennung gedroht, sollte sich "jemand gegen die Gruppe oder sein Ego in den Vordergrund stellen".

Keller unter Beobachtung

Unter Beoachtung steht allerdings auch der ehemalige Assistenzcoach Keller, der in der vergangenen Woche Christian Gross beerbt und in Schalke (2:2) einen ordentlichen Einstand hatte. In Stuttgart kursiert weiterhin der Name Christoph Daum, obwohl Bobic bereits energisch dementiert hat. Um Keller selbst hatte es Wirbel wegen dessen unglücklicher Aussagen zu seiner Zusammenarbeit mit Gross gegeben.

Am heutigen Abend soll nun aber der Fokus nur noch auf das sportliche Geschehen gerichtet sein. "Getafe ist eine technisch versierte Mannschaft, wir wollen ihnen die Freude am Fußball nehmen und aggressiv die Bälle erobern", sagte Keller.

Nach dem letzten Sieg in der Europa League in Odense (2:1) hatte es in der Liga zuhause gegen Frankfurt (1:2) postwendend einen Rückschlag gegeben. Am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) soll sich dies im Heimspiel gegen St. Pauli möglichst nicht wiederholen. Doch Keller ist angesichts des bisher enttäuschenden Saisonverlaufs vorsichtig geworden: "Es wird sich jetzt zeigen, ob die Aufbruchstimmung auch in den nächsten Wochen anhält."

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