Köln (SID) - DOSB-Präsident Thomas Bach spricht nach der Zustimmung der Stadtparlamente München und Garmisch im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) über einen "ganz wichtigen Schritt" für die Olympia-Bewerbung 2018 und erklärt, "immer an die Kraft der Argumente" geglaubt zu haben.

SID: "Herr Bach, wie werten Sie die klaren Bekenntnisse der Stadtparlamente in München und Garmisch-Partenkirchen zum Olympiaprojekt 2018?"

Thomas Bach: "Über 90 Prozent Zustimmung in München und 80 Prozent in Garmisch-Partenkirchen - das war ein ganz, ganz wichtiger Schritt für das Projekt zusammen mit dem positiven Votum der bayerischen Landesregierung. Mit der bevorstehenden Entscheidung des Bundeskabinetts am 27. Oktober und des Kreistags Berchtesgaden am 18. Oktober stehen dann alle politischen Ebenen hinter München 2018. Das ist ein wichtiges internationales Zeichen."

SID: "So deutlich positiv hatten sich viele das Votum nicht vorgestellt, Sie selbst gaben sich immer sehr optimistisch ..."

Bach: "Ich habe immer an die Kraft der Argumente geglaubt, weil die Bewerbung einiges vorzuweisen hat. Es standen Sachfragen im Vordergrund. Dies haben nicht alle so gesehen. Doch auch bei Meinungsumfragen wurde die Unterstützung der Bevölkerung immer deutlich."

SID: "Gibt es jetzt noch Hürden auf nationaler Ebene - zum Beispiel ein Finanzproblem bei der Bewerbungsgesellschaft?"

Bach: "Ich sehe dieses Finanzproblem nicht wirklich. Es gab zuletzt wieder einen neuen Wirtschaftspartner, mit anderen laufen hoffnungsvolle Gespräche. Die Entscheidungen von München und Garmisch-Partenkirchen werden diese Entwicklung sicher fördern. Es kommt jetzt darauf an, dass die positive Botschaft weitergetragen wird, dass Gespräche und Kommunikation auf den entscheidenden Ebenen intensiviert werden."