Neu-Delhi (SID) - Die Skandale bei den Commonwealth Games in Neu-Delhi reißen nicht ab. Nach dem Organisations-Chaos im Vorfeld der Spiele gab es nun auch beim sportlichen Wettstreit den ersten Eklat. Wegen eines Fehlstarts der 100-m-Siegerin Sally Pearson aus Australien legte Erzrivale England Protest gegen die Wertung ihres 11,28-Sekunden-Laufs ein - und hatte damit Erfolg. Gold ging schließlich am "grünen Tisch" an die Nigerianerin Osayemi Oludamola (11,32).

Nach Ansicht des englischen Teams hatte die Australierin zusammen mit der englischen Läuferin Laura Turner einen Fehlstart verursacht. Disqualifiziert wurde aber zunächst nur die Britin. Das australische Team versuchte zwar noch, gegen den nachträglich aberkannten Sieg Einspruch einzulegen, doch der wurde abgeschmettert. Pearson war untröstlich und sagte unter Tränen: "Das Schlimmste ist, dass man mir gesagt hat, alles wäre in Ordnung - und ich eine Ehrenrunde mit der Flagge gedreht habe."