Abu Dhabi (SID) - "Der junge Prinz von Red Bull wurde zum König von Abu Dhabi," so feiert die Independent den neuen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Ferrari hingegen muss sich die Kritik der heimischen Presse gefallen lassen: "Ferrari, ein Desaster!", titelt Repubblica, als "reinen Selbstmord" bezeichnet die Gazzetta dello Sport Ferrraris Strategie. Der Sport-Informations-Dienst hat die internationalen Pressestimmen zusammengestellt.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Ferrari verpatzt alles und verschwendet die WM, es war reiner Selbstmord, unglaublich und unvorstellbar. Ferrari hat sich selbst aus dem Weg geräumt und Sebastian Vettel und Red Bull die Weltmeisterschaft geschenkt. Maranello macht einen Fehler, den man schwer vergessen und vergeben wird."

Corriere dello Sport: "Harakiri Ferrari. Red Bull erobert den WM-Titel, weil er das beste Auto, den besten Piloten und die besten Leistungen auf seiner Seite hatte. Mit Vettel scheint alles einfach zu sein, sogar Alonsos Vorsprung von 15 Punkten aufzuholen. Vettel vernichtet Alonsos Traum. Er ist der neue Kaiser der Formel 1."

Tuttosport: "Ferrari begeht Selbstmord und macht Vettel zum Weltmeister. Die Formel 1 backt den jüngsten WM-Sieger aller Zeiten. Webber ist im Keller gelandet. Im Grunde war es vom Anfang an klar, dass Red Bull auf den jungen Deutschen und nicht auf den Australier Webber setzen wollte. Vettel ist ein wirklich außerordentliches Talent."

Repubblica: "Ferrari, ein Desaster! Auch die italienische Nationalmannschaft der Motoren, die Nationale mit dem roten Herz ist vernichtet. Verloren haben Ferrari, Alonso und ganz Italien. Ferrari wirft einen WM-Titel weg. Mit einer sparsamen und blinden Strategie. Sebastian Vettel - il campione bambino."

Corriere della Sera: "Ferraris Eigentor. Mit einer selbstmörderischen Strategie verliert Maranello den WM-Titel. Vettel, der Baby-Schumi, siegt. Jetzt kann Sebastian davon träumen, die Karriere des Meisters aller Meister zu übertreffen. Er hat eine riesige Energie und ist beinhart."