Frankfurt/Main (SID) - Die Fußballerinnen des siebenmaligen deutschen Meisters 1. FFC Frankfurt erwarten für das Bundesliga-Spitzenspiel am kommenden Sonntag (14.00 Uhr/HR und DFB-TV) gegen den Titelverteidiger und Erzrivalen Turbine Potsdam rund 4000 Zuschauer. "Ich bin davon überzeugt, dass wir beim Gipfeltreffen vor unseren tollen Fans bis in die Haarspitzen motiviert zu Werke gehen werden", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich.

Nach 13 Spieltagen liegt Champions-League-Sieger Potsdam einen Punkt vor Frankfurt. Trotz der spannenden Ausgangslage gehen die Frankfurter Spielerinnen die Partie gelassen an. "Die Spiele waren immer von Emotionen geprägt. Aber für mich ist es kein besonderes Spiel, da es ja schon viele Partien zwischen beiden Teams gab", sagte Nationalspielerin Ariane Hingst, die wie FFC-Torhüterin Nadine Angerer mehrere Jahre bei Turbine unter Vertrag stand.

Beim 2:1-Sieg der Potsdamerinnen im Hinspiel Ende August war es zu hitzigen Szenen gekommen. Potsdams U20-Weltmeisterin Tabea Kemme wurde anschließend wegen einer Tätlichkeit gegen die Frankfurter Nationalspielerin Kerstin Garefrekes mit einer Sperre von vier Spielen bestraft. Kemme hatte Garefrekes damals den Ball beim Einwurf aus kurzer Distanz mit Wucht ins Gesicht geworfen. Frankfurts Trainer Sven Kahlert wurde mit einem Innenraumverbot für ein Punktspiel belegt. Der Coach hatte Kemme nach ihrer Tätlichkeit gestoßen.