New Orleans (SID) - Tragische Figur statt strahlender Held: Ein schwerer Fehler von Dirk Nowitzki unmittelbar vor der Schlusssirene wurde den Dallas Mavericks im NBA-Spiel bei den New Orleans Hornets zum Verhängnis. Deutschlands bester Basketballer verlor bei der 97:99-Niederlage der Mavericks 2,7 Sekunden vor Schluss den Ball an seinen Gegenspieler. Das Missgeschick des Würzburgers beendete den letzten Mavericks-Angriff vorzeitig, die Chance auf den achten Saisonsieg war dahin.

"Ich habe einen Trick versucht, den ich eigentlich gar nicht drauf habe. Ich habe den Ball zu weit draußen gefangen und wollte ihn dann hinter meinem Rücken herführen, um in eine gute Wurfposition zu kommen", beschrieb Nowitzki später die Situation: "Ich wollte vorbei, aber sie haben gut verteidigt. Es war eine schlechte Bewegung zur falschen Zeit".

Dass ausgerechnet Nowitzki mit 29 Punkten und neun Rebounds wieder einmal der beste Spieler seiner Mannschaft und obendrein der erfolgreichste Punktesammler auf dem Parkett war, geriet zur Nebensache und verdeutlichte einmal mehr, wie schmal beim Basketball der Grat zwischen Held oder Depp ist.

Carlisle stärkt Nowitzkis Rücken

Rückendeckung bekam der 32-Jährige aber von seinem Trainer. "Der letzte Spielzug geht auf meine Kappe. Ich übernehme die Verantwortung, weil ich Dirk in eine schlechte Position gebracht habe", sagte Rick Carlisle. Nowitzki war beim Stand von 97:98 in zentraler Position vor dem Korb angespielt worden.

Bei dem Versuch, sich im 1:1-Duell gegen David West durchzusetzen, hatte der Hornets-Forward die flinkeren Hände und "stahl" Nowitzki den Ball. "Wir haben damit gerechnet, dass Dirk den Ball bekommt. Ich wusste, dass Emeka Okafor hinter mir war, so konnte ich außerhalb des Kreises attackieren und habe den Ball erwischt", sagte West.

Die Hornets bekamen beim finalen Angriff nach einem Foulspiel zwei Freiwürfe zugesprochen. West verwandelte zumindest einen und stellte praktisch mit der Schlusssirene den Endstand her.