Köln (SID) - Hochsprung-Star Ariane Friedrich muss nach ihrem Achillessehnen-Riss um die bevorstehende WM-Saison bangen. Für die WM- und EM-Dritte hat deshalb schon vor Beginn der Reha-Maßnahmen Olympia 2012 in London oberste Priorität. Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) gibt sich ihr Trainer Günter Eisinger optimistisch, dass sich Friedrich erholt, in die Weltspitze zurückkehrt und geduldig sein wird.

SID: "Günter Eisinger, die Nachricht vom Achillessehnenriss Ihrer Weltklasse-Hochspringerin Ariane Friedrich hat die deutsche Leichtathletik-Szene schockiert. Wie geht es ihr inzwischen?"

Günter Eisinger: "Ariane war natürlich zunächst tief geschockt, genau wie ich auch. Sie muss das zwar noch weiter verarbeiten, aber inzwischen schaut sie schon wieder optimistisch nach vorne. Es sind ja schließlich schon viele Sportler nach einer solchen Verletzung wieder in die Weltklasse zurückgekehrt."

SID: "Haben Sie Ihre Pläne für das nächte Jahr schon der veränderten Situation anpassen können?"

Eisinger: "Zwei Wochen geht gar nichts. Überhaupt ist in den nächsten sechs Monaten, abgesehen von Fitness-Maßnahmen, nichts möglich. Erst dann ist wohl wieder an normales Training zu denken. Das Wichtigste ist jetzt Geduld. Man kann nach einer so schweren Verletzung viel verkehrt machen. Damit eine völlige Heilung gelingt, werden wir deshalb genau darauf hören, was die Experten uns Schritt für Schritt bei der Steigerung der Belastung erlauben."

SID: "Man kennt Ihre Athletin als sehr temperamentvoll. Kann sie auch die notwendige Geduld aufbringen?"

Eisinger: "Geduld gehört wirklich nicht zu ihren Stärken, sie hat ja so viel Temperament und Energie. Aber wir bekommen das mit Hilfe aller Beteiligten in den Griff."