Köln (SID) - Zwei Klubs, zwei Ausgangspositionen, ein Ziel: Die Bundesligisten VfB Stuttgart und 1. FC Kaiserslautern sind nach einem Mini-Urlaub am Mittwoch in die Mission Klassenerhalt gestartet. Doch während der FCK mit 21 Punkten die Vorbereitung auf die Rückrunde relativ ruhig angehen kann, stehen der Tabellenvorletzte aus Stuttgart und sein neuer Trainer Bruno Labbadia unter erheblichem Druck.

"In unserer Situation müssen wir die wenige Zeit intensiv nutzen", sagte Labbadia, dessen Profis einen zweigeteilten Trainingsauftakt absolvierten. Erst wurde die Fitness der Spieler bei einem Laktattest im Stuttgarter Olympiastützpunkt überprüft, dann bat Labbadia, der seine Schützlinge nach dem Pokal-Aus gegen Bayern München (3:6) zwei Tage vor Heiligabend in den Urlaub geschickt hatte, am späten Nachmittag zu einer Einheit auf dem Platz.

Bis zum Rückrundenauftakt am 15. Januar gegen den Tabellenzweiten FSV Mainz 05 sollen die VfB-Profis ihre körperliche Verfassung verbessert und die Philosophie Labbadias verinnerlicht haben. "Wir sind vom Naturell her eine offensiv agierende Mannschaft. Aber wir müssen noch kompakter in der Defensive arbeiten und lernen, das Spiel ohne Hektik und individuelle Fehler zu steuern", sagte der Coach, der mit seiner Mannschaft vom 2. bis 9. Januar ein Trainingslager im türkischen Belek beziehen wird.

VfB auf der Suche nach Verstärkungen

Um den Abstieg zu verhindern, soll das Team personell verstärkt werden. Der isländische Mittelfeldspieler Rurik Gislason (Odense BK), der beim VfL Wolfsburg aussortierte Algerier Karim Ziani, der brasilianische Innenverteidiger Jardel vom portugiesischen Erstligisten Sporting Olhanense und der japanische Nationalstürmer Shinji Okazaki (Shimizu S-Pulse) sind derzeit im Gespräch.

"Wir suchen nach Verstärkungen, aber nicht um jeden Preis", sagte Sportdirektor Fredi Bobic. Spekulationen über mögliche Abgänge von Pawel Progrebnjak (Lokomotive Moskau), Nationalspieler Cacau (AS Monaco) oder Khalid Boulahrouz (Eintracht Frankfurt) wies Bobic zurück: "Wir brauchen im Kampf um den Klassenverbleib einen starken Kader, wir wollen keine Spieler abgeben."

FCK startet mit komplettem Kader