Nationalspieler Lukas Podolski droht kurz vor der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) juristischer Ärger. Dafür genießt der in der abgelaufenen Saison wenig erfolgreiche Stürmer vom Bundesligisten 1. FC Köln in Sachen "Faulheits-Vorwürfe" die volle Rückendeckung von Bundestrainer Joachim Löw.

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Podolski wegen des Anfangsverdachts der Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Dies bestätigte am Mittwoch Oberstaatsanwalt Günther Feld dem Sport-Informations-Dienst (SID). Nach Angaben von Feld hatte sich ein älteres Paar von Podolski bedroht gefühlt. Die Ermittlungen waren durch einen Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers ins Rollen gekommen.

Podolskis Äußerung steht noch aus

Podolski soll mit seinem Auto das Rentnerehepaar beim Überqueren der Straße beinahe angefahren und danach beschimpft haben. Laut Feld werden nun das Paar und wahrscheinlich weitere Zeugen befragt. Auch Podolski bekomme Gelegenheit, Stellung zu beziehen.

Indes hat Löw nach den bösen Vorwürfen des früheren Nationaltorhüters Uli Stein Partei für Podolski ergriffen. "Lukas Podolski hat sicher nicht seine beste Saison gespielt, aber der Vorwurf, dass er faul sei, ist absolut falsch. Er ist bei jedem Training hochmotiviert und leistungsbereit", sagte Löw am Mittwoch beim Treffen der deutschen Nationalmannschaft in Düsseldorf.

Stein kritisiert Podolskis Verfassung

Stein hatte Podolski zuvor als den "faulsten Spieler" der Bundesliga bezeichnet und als Quelle die ehemaligen Trainer des Stürmers vom 1. FC Köln genannt. "Ich habe jetzt die Trainer gesprochen, unter denen er gearbeitet hat. Jeder Trainer hat mir bestätigt, dass er der faulste Spieler sei, den sie je hatten. Er macht nichts, trainiert nicht. Deswegen ist er in so einer Verfassung", sagte Stein.