Durban (SID) - Wunderwerk und Wahrzeichen: Der riesige Stahlbogen über dem neuen Stadion von Durban ist das Symbol der WM in Südafrika. Es ist die Glanzleistung der deutschen Architekten Gerkan, Marg und Partner (gmp), am Sonntag kann sich die deutsche Nationalmannschaft in ihrem WM-Auftaktspiel gegen Australien (20.30 Uhr/ZDF und Sky live) an Ort und Stelle davon überzeugen. Das Hamburger Büro entwarf neben Durban auch die WM-Stadien in Kapstadt und Port Elizabeth. Gesamtes Auftragsvolumen: 400 Millionen Euro.

"Durban ist eine prosperierende Metropole voller Selbstbewusstsein. Die Stadt erwartete ein richtiges Wahrzeichen", sagt Hubert Nienhaus, zuständiger Architekt bei gmp. Mit dem Skywalk verlieh sein Büro der Silhouette von Durban ein neues Highlight. Besucher können per Seilbahn oder über einen Aufgang den begehbaren Skywalk erreichen und in 104 Metern Höhe den atemberaubenden Blick auf die Stadt und den nahe gelegenen Indischen Ozean genießen.

Die nach dem kommunistischen Politiker Moses Mabhida benannte Arena bietet als Austragungsort eines Halbfinals (7. Juli) 70.000 Besuchern Platz und verschlang nach gmp-Angaben Baukosten in Höhe von 325 Millionen Euro. Die Mehrzweckarena kann auf eine Kapazität von 85.000 Zuschauern erweitert werden. Damit ist die zweitgrößte Stadt des Landes ein Kandidat für die Commonwealth Games und für Olympische Spiele, um die sich Südafrika wohl für das Jahr 2020 bewerben will.

Weniger ist manchmal mehr

Deutlich unauffälliger musste das Stadion in Kapstadt ausfallen. Die Halbfinal-Spielstätte mit 68.000 Sitzplätzen sollte sich harmonisch ins beeindruckende Stadtbild samt Tafelberg, Signal Hill und Indischem Ozean einfügen. Eine Absenkung kam wegen des felsigen Bodens nicht in Frage. Am Ende gelang für 472 Millionen Euro ein sehenswerter Kompromiss. "Der Bau erscheint leicht, unaufdringlich und respektiert seine Umgebung", sagt Nienhaus.

Den ersten Auftrag hatte das Hamburger Büro 2005 für die Nelson-Mandela-Bay-Arena in Port Elizabeth erhalten. Die WM-Arena in der drittgrößten Hafenstadt des Landes bietet 46.000 Besuchern Platz und ist Schauplatz des zweiten Gruppenspiels der deutschen Elf am 18. Juni gegen Serbien. Auf Fotos beeindruckt die Arena, die zudem ein Viertelfinale erleben wird, vor allem durch ihre Spiegelung im Wasser des angrenzenden Sees.

Neue Aufträge für Brasilien 2014