Pretoria (SID) - Australien vor der Brust, den vierten WM-Stern vor Augen: Vor dem ersten Gruppenspiel gegen Australien am Sonntag in Durban (20.30 Uhr/ZDF und Sky live) gibt es bei der deutschen Nationalmannschaft offensichtlich keine Zweifel daran, im südafrikanischen Winter an das Sommermärchen von 2006 anknüpfen und mit einem erfolgreichen Turnierauftakt das erste Kapitel schreiben zu können.

Vor allem Lukas Podolski schürt die Hoffnungen bei den deutschen Fans auf ein erstes Fest am Sonntag, dem noch einige am Kap der guten Hoffnung folgen sollen. "Für uns gibt es nur einen Sieg. Natürlich ist ein gewisser Druck da, weil wir der Favorit sind. Aber wir wollen positiv starten und unbedingt gewinnen", sagte der Kölner.

Auch Özil optimistisch

Auch Mesut Özil verbreitete Optimismus. "Australien ist sehr defensivstark, eine robuste Mannschaft mit einer kompakten Spielanlage. Aber wir sind spielerisch besser, gut vorbereitet und absolut motiviert. Deswegen bin ich sehr optimistisch, dass wir das Spiel gewinnen und uns Schwung für das gesamte Turnier holen werden", sagte der Bremer und verdeutliche damit das von Tag zu Tag steigende Selbstbewusstsein bei der jungen deutschen Truppe mit einem Durchschnittsalter von knapp 25 Jahren.

Özil ist sich sicher, dass der dreimalige Weltmeister in Südafrika eine gute Rolle spielen wird: "Ich bin sehr zuversichtlich. Man sieht auf dem Platz, dass wir immer besser harmonieren. Wir haben eine junge Mannschaft, die erfolgshungrig ist. Wir glauben an uns. Wir haben gut trainiert, haben uns gut vorbereitet und sind gut drauf." Nicht zuletzt das 3:1 bei der Generalprobe gegen Bosnien habe das gezeigt.

Blindes Vertrauen in die Mannschaft

Oliver Bierhoff goss allerdings ein wenig Wasser in den Wein. "Ich würde lieber von einer gedämpften Euphorie sprechen, obwohl ich blindes Vertrauen in unsere Mannschaft habe", sagte der Teammanager dem SID und ergänzte: "Hohe Erwartungen werden an eine deutsche Mannschaft immer gestellt. Ich warne aber davor, das Bosnien-Spiel überzubewerten. Die Gruppenspiele gegen Australien, Serbien und Ghana werden größere Anforderungen stellen. Da ist der Druck ungleich höher, die Qualität der Gegner besser und die Härte im Spiel wird eine ganz andere sein. Das sind alles Unwägbarkeiten, die man noch nicht einschätzen kann."