Bloemfontein (SID) - Trotz des englischen Elfmeter-Traumas gegen Deutschland ist Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff nicht unbedingt scharf auf ein erneutes Elfmeterschießen gegen den Erzrivalen. "Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass Deutschland immer im Elfmeterschießen gewinnt. Wir wollen das schon vorher klären", sagte Bierhoff vor dem Achtelfinal-Schlager der deutschen Nationalmannschaft am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Sky live) gegen England in Bloemfontein

Im Training übte die deutsche Mannschaft dennoch Elfmeter. Und auch Torwart Manuel Neuer wird im Vorfeld genau auf mögliche englische Schützen vorbereitet. Ob Torwarttrainer Andreas Köpke für den Fall der Fälle schon wieder einen Zettel vorbereitet hat, wollte Bierhoff aber nicht verraten. Vielmehr sagte er mit einem Schmunzeln: "Manuel ist ein intelligenter Junge. Er kann sich Vieles merken."

Erinnerungen an 2006

Beim WM-Viertelfinale 2006 gegen Argentinien (4:2 i.E.) hatte Köpke dem damaligen Torwart Jens Lehmann einen Zettel mit den Gewohnheiten der argentinischen Schützen zugesteckt. Lehmann hielt zwei Strafstöße und avancierte zum Helden. Gegen die Engländer hatte sich die DFB-Auswahl bei der WM 1990 und bei der EURO 1996 jeweils im Halbfinale im Elfmeterschießen durchgesetzt.

Dass es diesmal im Fall der Fälle wieder zu einem deutschen Erfolg reichen würde, davon ist Kapitän Philipp Lahm überzeugt. "Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass uns die Elfmeterschützen ausgehen", meinte er trotz des Fehlschusses von Lukas Podolski gegen Serbien (0:1) zur Treffsicherheit seiner Kollegen und ergänzte mit Blick auf den dritten Torwart Jörg Butt: "Wir haben auch in Jörg Butt einen sicheren Elfmeterschützen."