Pretoria (SID) - Bei der deutschen Nationalmannschaft gehen die Meinungen über technische Hilfsmittel beim Fußball weit auseinander. "Ich bin dafür, dass man den Chip im Ball oder die Torkamera einsetzt, um bei strittigen Entscheidungen Gewissheit zu haben. Das ist beim Eishockey und Football ja seit Jahren gang und gäbe. Warum soll man im Fußball darauf verzichten", sagte Stürmer Miroslav Klose am Montag im deutschen WM-Quartier vor den Toren Pretorias.

Dagegen plädierte Sami Khedria dafür, dass regeltechnisch alles so bleibt wie es ist. "Emotionen gehören zum Fußball. Und Fehlentscheidungen wird es immer geben, am Ende gleicht sich aber immer wieder alles aus. Ich finde, dass es im Fußball weiter Emotionen geben muss und nicht zu viel Technik Einzug hält", sagte der Stuttgarter.

Ausgelöst wurde die neuerliche Diskussion um technische Hilfsmittel durch die krasse Fehlentscheidung von Jorge Larrionda beim 4:1 der DFB-Auswahl im Achtelfinale gegen England. Der Referee aus Uruguay hatte in Abstimmung mit seinem Assistenten Mauricio Espinosa das Tor zum vermeintlichen 2:2 durch Frank Lampard nicht gegeben, obwohl der Ball von der Unterkante der Latte deutlich hinter die Linie geprallt war. "Das war ein klarer Treffer", sagte auch Bundestrainer Joachim Löw.