Köln (SID) - Das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Nationalmannschaft ist weiter gewachsen. Vor dem Viertelfinal-Hit bei der WM am Samstag gegen Argentinien glauben 38,2 Prozent an den WM-Titel für das Team von Bundestrainer Joachim Löw. Das ergab die vom Dortmunder Meinungsforschungsinstitut promit durchgeführte SID SportMonitor-Umfrage. Das waren 12,8 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung.

Vor dem Achtelfinale gegen England (4:1) am vergangenen Sonntag hatten "nur" 25,4 Prozent mit dem vierten WM-Coup der deutschen Mannschaft nach 1954, 1974 und 1990 gerechnet. Vor WM-Beginn waren es 20,5 Prozent.

Titelchancen werden weiterhin auch Rekordweltmeister Brasilien (19,6) und dem bisherigen Umfrage-Favoriten Argentinien (15,0) eingeräumt. Die Gauchos allerdings büßten gegenüber der letzten Erhebung fünf Tage zuvor 16,5 Prozent (!) ein. Was nicht zuletzt am bevorstehenden Duell zwischen Argentinien und Deutschland liegt. An einen WM-Triumph von Europameister Spanien glauben indes nur 6,2 Prozent von 1000 Personen.

Knapp Dreiviertel der Befragten (74,2) haben keine Zweifel, dass die DFB-Elf durch einen Sieg über Argentinien mit Trainer Diego Maradona das Halbfinale erreicht. 40,5 Prozent sind sich sicher, dass der Erfolg in der regulären Spielzeit gelingt. 16,9 rechnen mit einer Verlängerung - 16,8 Prozent mit einem Elfmeterschießen wie vor vier Jahren bei der Heim-WM 2006.

Kein klares Votum pro technischer Hilfsmittel

Auch das Interesse an der Weltmeisterschaft in Südafrika ist parallel mit dem Viertelfinal-Einzug der deutschen Nationalmannschaft gestiegen. 56,7 Prozent und damit 4,9 Prozentpunkte mehr als zuvor gaben an, sich "sehr" für das Turnier am Kap zu interessieren. Unmittelbar vor dem Anpfiff der WM waren es 43,4 Prozent gewesen.

Eine klare Forderung von technischen Hilfsmittel blieb trotz der haarsträubenden Fehlentscheidungen der Schiedsrichter aus. Am ehesten befürworten die Befragten den Einsatz von Torrichtern (59,7) - allerdings lehnen dies auch 30,5 Prozent ab. Am umstrittensten ist der Chip im Ball: 46,8 Prozent lehnen ihn ab - 45,5 Prozent wollen ihn. Den Videobeweis fordern 55,4 Prozent, 38,8 sind dagegen. Die Leistungen der Referees bewerten die meisten (36,5) mit der Schulnote befriedigend.