Johannesburg (SID) - Auch die deutsche Polizei sorgt bei der WM in Südafrika vor Ort für Sicherheit. Insgesamt elf Beamte wurden nach Südafrika entsandt. Die größte Gruppe stellen fünf szenekundige Beamte der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), sogenannte Spotter, die vorrangig bei den Spielen der deutschen Mannschaft zum Einsatz kommen sollen - auch als Ansprechpartner für die Fans.

Zwei Polizeibeamte, je ein Verbindungsbeamter von Bundeskriminalamt (BKA) und von der ZIS, verstärken das Internationale Polizeiliche Kooperationszentrum (IPCC) mit Sitz in Pretoria. Sie stellen die Verbindungen und den Austausch mit den Heimatbehörden sicher und stehen in direktem Kontakt zu Helmut Spahn, dem Sicherheitschef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Verstärktes Verbindungspersonal an der deutschen Botschaft

Darüber hinaus wird die Sicherheit der WM 2010 durch das deutsche Verbindungspersonal an der deutschen Botschaft in Pretoria unterstützt, das anlässlich der WM verstärkt wurde. Neben dem BKA-Verbindungsbeamten in der Botschaft, der die Kontakte zu den südafrikanischen Behörden gewährleistet, stellt das BKA für das Unterstützungsteam von Interpol bei Großveranstaltungen (IMEST) eine weitere Beamtin zur Verfügung.

Die Bundespolizei ist mit zwei Visa- und Dokumentenberatern vor Ort tätig. Für die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine vorübergehende Beratungsstelle an der deutschen Botschaft installiert. Südafrika hatte für die WM die Unterstützung von acht deutschen Polizisten angefordert.

Die ZIS ist das maßgebliche Organ der Polizei für die Sicherheitskoordination in deutschen Fußballstadien. Die Arbeit der Behörde, die ins Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste in Nordrhein-Westfalen eingebettet ist, war insbesondere während der weitgehend friedlich verlaufenen WM 2006 weltweit gelobt worden.