Berlin (SID) - Der Weltmeister-Titel ist der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr zu nehmen - zumindest der Titel des Trikot-Weltmeisters 2010. Eine Jury des Studiengangs Modedesign der Mediadesign Hochschule in Berlin, München und Düsseldorf wählte das weiße Shirt mit den schwarz-rot-goldenen Längsstreifen zur modischsten Spielbekleidung bei der WM in Südafrika. Modische Fouls leisten sich dagegen die USA und England.

"Kaiser" Franz Beckenbauer warnt: "Du musst die Spiele gewinnen, sonst nützt dir das schönste Trikot nichts." Doch die Modeexperten schwärmen. "Das deutsche Trikot begeistert vor allem durch das Wechselspiel von Schwarz und Weiß. Das ist der höchstmögliche Kontrast und vermittelt auf dem Spielfeld eine klare Ansage: Keine Kompromisse, alles oder nichts", sagt Professorin und Jurymitglied Julia Schnitzer.

"Das Trikot ist von weitem unverkennbar"

Das von Ausrüster adidas entworfene Outfit überzeuge zudem durch eine sehr gute Verarbeitung, einen trendigen Schnitt und eine angenehme Schlichtheit, erklärte Schnitzer: "Das Trikot ist auf ein Minimum reduziert, aber dennoch selbst von Weitem unverkennbar." Andere Trikots dagegen seien oft "mit Blautönen überladen und viel zu verspielt."

Auch innerhalb der Mannschaft kommt das Jersey mit insgesamt elf Linien, die elf Spieler und damit verbunden den Teamgeist symbolisieren, gut an. "Es freut mich besonders, dass es sehr traditionell gehalten ist", sagt Bundestrainer Joachim Löw. Das DFB-Wappen mit dem deutschen Adler liegt auf schwarzem Grund und erinnert an das Trikot von 1996, mit dem Deutschland in England zum dritten Mal Europameister wurde.

USA und England Trikot-Schlusslichter

Auf sportliche Erfolge werden die USA und England setzen müssen, denn beim optischen Trikot-Test fielen die beiden Nationen durch. Die Spielbekleidung der Amerikaner sitze viel zu locker und erinnere eher an ein Baseball-Shirt, meint Schnitzer. Auch am Trikot des Fußball-Mutterlandes lässt sie kein gutes Haar: "Der Kragen macht aus dem Trikot ein Polohemd. Das tragen Golfer oder Tennisspieler, aber bitte keine Fußballer!"