Kassel (SID) - Die Kassel Huskies zeigen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Zähne. Ungeachtet aller juristischer Auseinandersetzungen planen die Hessen ihre Zukunft in der höchsten Spielklasse und präsentierten am Freitag acht Zugänge für die kommende Saison. Zudem wurde in Fabian Dahlem ein neuer Geschäftsführer und Sportdirektor vorgestellt. Die DEL-Klubs haben aber wenig Verständnis für die Vorgehensweise der Huskies. Sie setzen sich weiter für einen Ausschluss ein.

"Wir sind durch. Wir spielen definitiv in der DEL", sagte Geschäftsführer Fritz Westhelle, nachdem das Landgericht Köln den Widerspruch von acht DEL-Klubs gegen den vorläufigen Verbleib der Huskies in der DEL am Donnerstag abgelehnt hatte.

Das Gericht erlaubte den Huskies per Einstweiliger Verfügung, vorerst an den Spielen der Saison 2010/11 teilzunehmen. Zuvor hatten die DEL-Klubs Kassel wegen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ausgeschlossen. Die DEL-Klubs wollen nun vor dem Oberlandesgericht in Berufung gehen. Eine Entscheidung wird für den 3. August erwartet.

Urteil grenzt an Willkür

"Man kann vor Gericht verlieren. Aber in meinen mehr als 40 Jahren Berufserfahrung habe ich so eine hanebüchene Begründung noch nie gelesen. Das Urteil grenzt für mich an Willkür", sagte der stellvertretende DEL-Aufsichtsratsvorsitzende Wilfrid Fabel. Der Rechtsanwalt ist gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Krefeld Pinguine.

Die Huskies gehen hingegen fest davon aus, dass das Sommertheater für sie mit einem Happy End enden wird. "Die DEL muss lernen, dass sie kein Skat-Klub ist. Sie ist eine Gesellschaft mit 15 Gesellschaftern und muss sich an das Gesellschaftsrecht halten", sagte Westhelle.

In Alexander Dück, David Cespiva, Cam Keith, Jean-Francois Boucher, Ryan Caldwell, Mike Ouellette, Mike Glumac und Colton Fretter stellten die Huskies acht neue Spieler für die neue Spielzeit vor.