Aachen (SID) - Deutschlands Vielseitigkeitsreiter haben beim CHIO einen Auftakt nach Maß erwischt. Die deutsche Equipe liegt nach der Dressur mit 120 Punkten in Front und reitet im Nationenpreis von Aachen ihrem vierten Sieg in Folge entgegen.

Herausragender Einzelreiter war Michael Jung. Der Schwabe setzte sich mit dem erst neun Jahre alten Wallach River of Joy an die Spitze das Einzel-Klassement und kam auf 38,20 Minuspunkte. "In der Dressur ist alles nach Wunsch gelaufen. Mein Pferd hat keine Schwäche gezeigt", sagte Ausnahme-Könner Jung, der erst seit seinem Triumph im vergangenen Jahr in der 4-Sterne-Prüfung von Luhmühlen zur Weltspitze gehört, dort aber nicht mehr wegzudenken ist.

"Ich bin ziemlich gelassen in die Prüfung gegangen", sagte der EM-Dritte, der bei seinem ersten Auftritt in Aachen nicht nervös wirkte. "Wenn die Stromgeneratoren auf dem LKW-Parkplatz jetzt noch funktionen, ist das Turnier top", sagte Jung, der während des Turniers im Truck übernachtet.

Alle deutschen Teamreiter überzeugten

Auch die drei weiteren deutschen Teamreiter wussten zu überzeugen. Die Olympiasieger Ingrid Klimke (Münster/40,60) mit Abraxxas und Andreas Dibowski (Egestorf/41,20) mit Butts Leon belegten die Plätze fünf und sechs. Dirk Schrade (Sprockhövel/44,60) kam mit King Artus auf den zwölften Rang und lieferte das Streichergebnis.

Einzel- und Teamwettbewerb werden am Samstag nach dem Geländeritt entschieden. Im Nationenpreis liegen Schweden (134,80) und Großbritannien (135,00) hinter Deutschland auf den Plätzen zwei und drei.