Aachen (SID) - Der CHIO wird für die deutschen Springreiter immer mehr zum Problemfall. Auch nach der neunten Prüfung in der Soers blieben die Gastgeber ohne Sieg. Der Schweizer Steve Guerdat raste mit dem Wallach Ferrari im NRW-Preis zum Erfolg. Bester deutscher Reiter war Philipp Weishaupt (Riesenbeck), der mit der Stute Souvenir auf den siebten Platz ritt.

"Diese Prüfung spiegelt den augenblicklichen Stand unserer Mannschaft wider. Wir sind immer gut dabei, haben aber keinen echten Siegertyp", sagte Carsten-Otto Nagel. Der Vize-Europameister aus Wedel bei Hamburg konnte im NRW-Preis auch nicht die Wende herbeiführen. Nagel erlaubte sich im Umlauf mit seiner Stute Corradina einen Abwurf und verpasste das Stechen.

Beerbaum im Pech

Nur vier deutsche Reiter hatten das Stechen erreicht. Der im niederländischen Valkenswaard beheimatete Daniel Deusser belegte mit dem Wallach Caballero den achten Platz. Christian Ahlmann (Marl), der nach Ablauf seiner Dopingsperre ab dem 1. August wieder zum deutschen B-Kader gehört, kam mit dem Hengst Taloubet auf Rang zehn. Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) ritt mit dem erst elf Jahre alten Hengst Chaman auf den 12. Platz. Pech für Beerbaum. Am Sonntag darf er im "Großen Preis von Aachen" nicht starten, weil er im Vorfeld die nötigen Platzierungen nicht vorweisen konnte.

Auch Janne-Friederike Meyer konnte die Bilanz der Gastgeber nicht aufpolieren. Die 29 Jahre alte Aufsteigerin verpasste mit Chika's Way die letzte Runde, erhielt aber vom deutschen Verband am Freitag ein schönes Trostpflaster. Einen Tag nach ihrem geglückten Debüt beim Nationenpreis von Aachen nominierte sie der Verband für den A-Kader. Damit sind ihre Chancen auf ein Ticket für die WM Anfang Oktober in Kentucky/USA enorm gestiegen.