Berlin (SID) - Die Favoritenrolle könnte kaum klarer verteilt sein: 17 von 20 Trainern tippen vor dem heutigen Saisonstart der 3. Liga auf den SV Sandhausen als ersten Titel-Anwärter. Die früheren Erstligisten Kickers Offenbach, Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock werden nur als Verfolger gehandelt.

In Sandhausen reagierte man jedoch mit Vorsicht auf das Lob und witterte eine erste Attacke der Konkurrenz. "Diese Einschätzung ehrt uns. Aber wir lassen uns von Außen nicht unter Druck setzen", sagte Manager Tobias Gebert dem Sport-Informations-Dienst (SID) und meinte vor dem ersten Spiel am Samstag gegen Wacker Burghausen (14.00 Uhr): "Für uns ist es wichtig, dass wir gut in die Saison starten und schnell unseren Rhythmus finden."

Doch die Umtriebigkeit auf dem Transfermarkt ist auffallend. 13 neue Spieler wurden geholt, 15 Akteure mussten gehen. Aus der 1. Liga kam Torwart Frederic Löhe von Mönchengladbach, von Union Berlin lockte man den zweimaligen U21-Nationalspieler Daniel Schulz, und in Marco Pischorn vom VfB Stuttgart verpflichtete man einen Spieler, der immerhin schon einmal in der Champions League am Ball gewesen war.

Auch Offenbach rundum erneuert

"Sandhausen ist Top-Favorit, sie haben am meisten investiert", sagt Trainer Wolfgang Wolf von Kickers Offenbach. Die Hessen präsentieren sich zur neuen Saison ebenfalls runderneuert. 17 Spieler verließen den Klub, zwölf Neue wurden geholt. "Wir wollen bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen", sagte Wolf.

Vor dem Saisonstart heute im Eröffnungsspiel der Liga gegen Aufsteiger 1. FC Saarbrücken (20.15 Uhr) gab es für den Traditionsklub vom Bieberer Berg allerdings schon einen Dämpfer. Abwehrspieler Alexander Huber erlitt in der Vorbereitung einen Teilabriss des hinteren Kreuzbandes und fällt sechs Monate aus. "Ein herber Rückschlag", sagte Wolf.

Rostock muss sich orientieren, Braunschweig will Aufstieg schaffen