München (SID) - Franck Ribery spricht von einem "Tiefpunkt" in seinem Leben - und bleibt dennoch zuversichtlich. Trotz der Ermittlungen im Zuge seiner Sex-Affäre hat der Mittelfeldstar von Bayern München angeblich "keine Angst" um seine Zukunft und seine Karriere. "Weder in der Nationalmannschaft, noch bei Bayern. Auch nach dem Tag vor Gericht in Paris nicht. Denn ich habe mir nichts bewusst zu Schulden kommen lassen", sagte der 27-Jährige in einem Bild-Interview.

Rückendeckung aus der Chefetage des Rekordmeisters ist Ribery garantiert. Nach Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sicherte am Freitag auch Uli Hoeneß dem Mittelfeldstar uneingeschränkte Unterstützung zu. Der Bayern-Präsident sprach von einer "Hetzkampagne".

Ribery sei davon überzeugt, "dass ich das Vertrauen der Leute, die jetzt vielleicht an mir zweifeln, wieder zurückgewinnen werde. Ich will ihnen wieder Spaß bereiten. Ich will ihnen tolle Dribblings zeigen, einfach ein positives Gefühl vermitteln und Tore schießen. So wie früher", sagte er.

Ribery: "Der Druck ist riesengroß"

Gegen den Münchner Profi ist in Frankreich ein Ermittlungsverfahren wegen der "Kontaktanbahnung zu einer minderjährigen Prostituierten" eingeleitet worden. Auch die Staatsanwaltschaft München hatte am Donnerstag eine Vorprüfung des Falles bestätigt. Zudem droht ihm auch sportlich das Aus in der Nationalmannschaft.

Ribery gestand deshalb immerhin ein, dass es Momente im Leben geben würde, "die bedrückend und belastend sind. Dieser Moment gehört nun sicherlich dazu. Ich muss diesen Tiefpunkt jetzt überstehen. Das ist für mich nicht leicht, aber da muss ich jetzt durch." Es sei auch nicht immer leicht, "diesen Druck zu managen. Der Druck ist riesengroß."

Der 27-Jährige sieht "in diesen schlechten Zeiten" neben seiner Familie ("Besonders meiner Frau möchte ich danken") vor allem den FC Bayern als starken Rückhalt. Da sei er "ausschließlich von sehr guten Leuten umgeben. So einen Klub hatte ich noch nie. Auch Bayern München ist für mich eine Familie, die mich auffängt."