München (SID) - Präsident Uli Hoeneß vom deutschen Meister und Pokalsieger Bayern München zählt die deutsche Nationalmannschaft inzwischen zu den Favoriten auf den Gewinn des Weltmeistertitels in Südafrika. "Wenn die so weitermachen, können sie das ganz große Ziel schaffen", sagte der 58-Jährige in München. Zwar habe er vor der WM gedacht, dass Mannschaften wie Argentinien, Brasilien und Spanien überzeugen würden, "aber die einzige Mannschaft, die den Gegner deutlich dominiert, ist die deutsche".

Was die Elf von Bundestrainer Joachim Löw im Achtelfinale gegen England und 90 Minuten beim 4:0-Viertelfinalsieg gegen Argentinien geleistet habe, "war einfach nur unglaublich", sagte Hoeneß, der sogar von einem "historischen Fußballspiel" spricht: "Die Argentinier begreifen doch bis heute noch nicht, was da eigentlich passiert ist." Seit Samstag sei er sich sicher, dass "die deutsche Mannschaft uns noch mehr Freude bereiten wird".

Van Gaal hat gewissen Anteil

Der Ex-Bayern-Manager unterstützt auch die These von Youngster Thomas Müller, der den Stil der Nationalmannschaft zuletzt als "Louis van Löw" bezeichnet hatte. "Der Beitrag des FC Bayern zum Erfolg der Nationalmannschaft ist nicht klein. Louis van Gaal hat eine Art des Fußballspiels kultiviert, von der Joachim Löw einiges übernommen hat", äußerte Hoeneß. Auf die acht Nationalspieler, die vom FC Bayern im deutschen Team spielen, könne man einfach nur stolz sein.

Mittelfeld-Regisseur Bastian Schweinsteiger sei inzwischen zu einer "zentralen Figur im Weltfußball" geworden: "Durch das Auftreten unserer Spieler hat sich der Gesamt-Wert des FC Bayern sicherlich in den letzten vier Wochen enorm gesteigert." Vor allem die Unbekümmertheit und das selbstbewusste Auftreten der Spieler wie Müller beeindrucke den Präsidenten.

Angst, dass seine Top-Spieler nach dem Turnier von großen Klubs gejagt werden, habe Hoeneß aber nicht: "Wo sollen die denn noch hin? Der FC Bayern ist ein Topklub." Zuletzt hatte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge ohnehin betont, dass Schweinsteiger, Müller und auch Philipp Lahm unverkäuflich seien.

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