Berlin (SID) - Die Gala-Auftritte der deutschen Helden bei der WM in Südafrika können für die Bundesliga zum Eigentor werden. Zwar wird der deutsche Fußball täglich mit neuem Lob überhäuft, doch der deutschen Eliteklasse droht zur neuen Saison ein Ausverkauf der Stars. Ganz oben auf der Wunschliste ausländischer Top-Klub stehen die Bayern-Asse Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Philipp Lahm sowie die Bremer Leistungsträger Mesut Özil und Per Mertesacker.

AC Mailands Geschäftsführer Adriano Galliani lobte beispielsweise Schweinsteiger über den grünen Klee und bekundet offensichtlich großes Interesse an einer Verpflichtung. "Ich habe alle WM-Spiele gesehen. Der Spieler, der mich am meisten beeindruckt hat, ist Schweinsteiger", sagte Galliani Tuttosport. Im Tausch für den Niederländer Klaas-Jan-Huntelaar plus 25 Millionen Euro könnte der Transfer über die Bühne gehen, so Tuttosport.

Aber auch andere Spieler sind offenbar begehrt. "Ich hoffe, dass Mesut Özil in der Bundesliga bleibt und Werder Bremen alles dafür tut. Das wäre ungemein wichtig für die Liga", sagte "Kaiser" Franz Beckenbauer am Montag. Der FC Barcelona bekundet weiter Interesse an dem filigranen Spielmacher. So soll Özil für die neue Saison bei Barca unterschreiben, anschließend aber für ein weiteres Jahr an Werder ausgeliehen werden. Der FC Arsenal will angeblich 12 Millionen Euro für Mertesacker an Werder Bremen überweisen.

Bayerns Topstars sind "unverkäuflich"

Bayern München hingegen bekräftigte, dass man seine Top-Stars auf jeden Fall halten werde. Damit würde der Double-Sieger enorm zur Attraktivität der Bundesliga beisteuern. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge stellte klar, dass Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm oder Thomas Müller "unverkäuflich" seien.

Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß macht ein Wechsel seiner Stars eh keinen Sinn, zumal der deutsche Double-Sieger schon die absolute Top-Adresse darstellt: "Wo sollen unsere Spieler denn noch hin? Wenn ich beim FC Bayern bin, spiele ich bei einem der größten Klubs. Da geht dann nur noch die Leier 'Ich will in eine andere Kultur und eine andere Sprachen lernen', aber das können sie auch hier im Goethe-Institut."

Bundesliga wird attraktiver