Pretoria (SID) - Der verletzte DFB-Kapitän Michael Ballack hat am Montagnachmittag die Heimreise angetreten. Auch auf Anraten von Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat sich der 33-Jährige dazu entschlossen, die Reha-Behandlung zu Hause fortzusetzen.

"Ich habe mich gefreut, nach der kurzen Begegnung im Trainingslager auf Sizilien meine Kollegen für einige Tage in Südafrika zu sehen, und einen hervorragenden Eindruck von der Mannschaft gewonnen. Ich finde es super, dass sie wie schon bei der WM 2002 und WM 2006 ins Halbfinale eingezogen ist, und wünsche ihr natürlich jetzt den WM-Titelgewinn", sagte der 98-malige Internationale, der im FA-Cup-Finale mit dem FC Chelsea nach einem Foul von Kevin Boateng (FC Portsmouth) einen Syndesmoseanriss erlitten hatte.

Heilung verläuft glänzend

Ballack: "Da mein Heilungsverlauf glänzend verläuft und schneller vorangeht als geplant, sind für mich hier aber die Bedingungen für meine Reha-Behandlung nicht mehr optimal. Der Fokus der medizinischen Abteilung des DFB liegt derzeit ganz klar auf dem Team, dafür haben Ärzte und Physiotherapeuten in den vergangenen Tagen fast rund um die Uhr gearbeitet. Zudem stehen jetzt zwei Reisen in sehr kurzem Zeitraum an. Für mich war es wichtig, die Mannschaft zu sehen. Ich muss aber jetzt auch an mich und meinen neuen Verein Bayer Leverkusen denken und den nächsten Schritt machen und schnell wieder fit werden."

Bundestrainer Joachim Löw fand es "echt toll", dass Ballack die Mannschaft in Südafrika besucht und unterstützt hat: "Wir würden uns natürlich freuen, wenn er im Falle des Final-Einzugs nochmals den langen Weg nach Südafrika auf sich nimmt und wieder beim Team dabei ist."

Müller-Wohlfahrt ergänzte: "Ursprünglich war es geplant, dass Michael hier länger bleibt. Der überraschend gute Heilungsverlauf macht jedoch möglich, dass er jetzt schon mit dem nächsten Schritt beginnen kann. Dafür ist ein deutlich erhöhter Trainingsumfang und auch eine gesteigerte Trainingsintensität nötig. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen, die er jetzt braucht, sind hier vor Ort nicht gegeben."