Budapest (SID) - Durch eine eigene Unachtsamkeit hat Vize-Weltmeister Sebastian Vettel den Sieg beim Großen Preis von Ungarn und seinen ersten Sprung an die Spitze der WM-Wertung verschenkt. Im Interview spricht der Red-Bull-Pilot über die entscheidende Szene und klagt über eine Ungleichbehandlung.

Frage: "Sie haben in Budapest schon zum sechsten Mal nicht von der Pole gewonnen. Wie groß ist die Enttäuschung?"

Sebastian Vettel: "Sehr groß. Wir waren die Schnellsten und hatten das beste Paket. Wir hätten hier gewinnen müssen, aber aus verschiedenen Gründen hat das nicht geklappt."

Frage: "Sie waren sehr wütend über Ihre Durchfahrtsstrafe wegen des zu großen Abstands nach der Safety-Car-Phase. Wieso?"

Vettel: "Ich habe während des Rennens nicht verstanden, was passiert ist. Man hat mir erklärt, warum ich die Strafe bekommen habe. Ich bin immer noch nicht damit einverstanden, aber ich kann es nicht ändern. Ich habe zwischenzeitlich den Funk verloren und dachte, wir hätten noch eine Runde. Als dann die Kurve kam, habe ich gesehen, dass das Safety Car abbiegt. Da wollte ich nochmal ranfahren, aber da war es schon zu spät. Von daher habe ich den Neustart verpennt. Aber ich habe mir nichts Böses dabei gedacht."

Frage: "Dennoch war es ein Regelverstoß..."

Vettel: "Ja, aber wir haben einen sehr hohen Preis dafür gezahlt. Im letzten Rennen gab es auch etwas, was gegen die Regeln verstößt, und es nichts passiert."